Γbrigens: FΓΌr das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch immer oben rechts auf βread onlineβ zu klicken oder auf βInhalte direkt ladenβ (Nur im E-Mail Postfach).
π INFO: Der cmd+M Newsletter geht in eine 2-wΓΆchige Weihnachtspause weil ich ganz ehrlich nicht mal meinen eigenen Newsletter ΓΌber die Feiertage ΓΆffnen wΓΌrde lol. Die erste Pause nach 45 Wochen!
AuΓerdem erscheint der Newsletter in den ersten zwei Januar-Wochen ausnahmsweise dienstags statt donnerstags. Ab dem 22. Januar gehtβs dann wieder ganz normal donnerstags weiter.
DANKE FΓR EUREN GANZEN SUPPORT DIESES JAHR π«Ά
Welcoooome back zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters! SchΓΆn, dass du wieder (oder neu) hier bist. Diese Woche haben wir rund 70 neue Lesende in der Gang. Love it! π€©
Bevor wir mit den News loslegen: Falls ihr euch erinnert, wir hatten vor ein paar Wochen kurz darΓΌber gesprochen, wie Coca-Cola auch dieses Jahr wieder einen KI-generierten Winter-Werbespot gelauncht hat β trotz zahlreicher Beschwerden und einem Shitstorm im letzten Jahr.
McDonald's scheint sich gedacht zu haben: βDiesen Shitstorm wollen wir auch!β und hat ebenfalls einen KI-generierten Weihnachtsspot verΓΆffentlicht. Anders als Coca-Cola haben sie sich allerdings so ΓΌber den Backlash erschrocken, dass sie den Spot recht schnell wieder von YouTube entfernt haben.
Liebe es, wenn Marken sich vorher nicht mit mΓΆglichem Backlash beschΓ€ftigen
und dann nicht mal zu ihrer Entscheidung stehen.
Den Spot kΓΆnnt ihr hier sehen:
PersΓΆnlich finde ich den Spot aber auch sehr schwach. Der Coca-Cola-Spot sieht zwar auch nicht viel besser aus, allerdings schreit die Bildsprache zumindest nach Coca-Cola. McDonalds hat hier wirklich komplett ihren Look & Feel fallen gelassen.
Najaaaa so viel dazu. Legen wir los mit den neusten News aus Marketing, AI, Tech und dem Internet. Heute bisschen mehr Inhalt als sonst. Viel SpaΓ bei der Ausgabe π«Ά
Die heutige Ausgabe hat 2515 WΓΆrter. Du brauchst ungefΓ€hr 14 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du lΓ€nger brauchst, lies schneller. LG π
β° Die heutigen Themen:
(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)
π₯ Creator Economy 2026
πΏΒ KI-Snacks
πͺπΊ Musk eskaliert im Streit mit der EU
Top Story
π₯ Creator Economy 2026: Creator Trends, die du nicht ignorieren kannst
Ja, ihr Lieben, was soll ich euch sagen? Es ist Ende des Jahres und das ist nun mal Trend-Saison. Nach Social-Media-Trends 2026 und B2B-Marketing 2026 kommt jetzt: die Creator Economy 2026 in der heutigen Top-Story.
Digiday hat sich einmal quer durch die Creator-Studienlandschaft gewΓΌhlt (IAB, Linqia, CreatorIQ, Billion Dollar Boy, Epidemic Sound) und die Frage gestellt: Wie sieht die Creator Economy 2026 wirklich aus?
Spoiler: Sie wΓ€chst schneller, wird komplexer und sie wird fΓΌr B2B relevanter.
Lass uns das Ganze einmal genauer anschauen.
1β£ Creator-Ad-Spend wΓ€chst zweistellig und Paid Amplification explodiert πΈ
In den USA soll der Creator-Spend 2026 auf 43,9 Mrd. USD steigen. Das ist ein Plus von 18 %. Aber der spannendste Teil ist wohin das Geld flieΓt:
Paid Amplification von Creator Content auf Social: +48 %
β‘οΈ Marken investieren deutlich mehr Geld, um Creator-Posts innerhalb von Plattformen wie TikTok, Instagram oder LinkedIn bezahlten Reichweite zu geben. Also: Ein Creator postet etwas organisch und die Brand boostet es wie eine Ad, um viel mehr Menschen zu erreichen. Beispiel: Thought Leader Ads auf LinkedIn
Paid Amplification beyond Social: +56 %
β‘οΈ Creator-Content wird nicht mehr nur in den sozialen Netzwerken ausgespielt. Marken nutzen ihn inzwischen auch fΓΌr Display Ads, Out-of-Home Screens, im E-Commerce oder in Retail Media Kampagnen. Creator werden damit zu βFull Funnel Assetsβ, nicht nur zu Social-Assets.
Direct Creator Partnerships: +21 %
β‘οΈ Klassische Creator-Kooperationen, also bezahlte Partnerschaften, in denen Creator Inhalte fΓΌr oder mit einer Marke produzieren, wachsen weiter. Marken setzen dabei auf Creator als strategische Partner und nicht mehr nur als einmalige Promotion-Stimme.
Ad Adjacencies neben Creator Content: +33 %
β‘οΈ Anzeigen, die neben oder im Umfeld von Creator-Inhalten laufen (z. B. Pre-Rolls, In-Feed Ads oder gesponserte Platzierungen rund um Creator-Videos). Marken zahlen hier fΓΌr die "Aufmerksamkeit im Kontext" weil sie wissen, dass Creator-Content generell hohe Engagement-Raten hat.
Was heiΓt das? Creator Content ist nicht mehr nur βorganisch + ein bisschen Werbungβ. Er wird zum Performance-Asset, das ΓΌber Plattformgrenzen hinweg skaliert wird.
B2B-Takeaway: Wenn du Creator-Content nur auf LinkedIn organisch nutzt, wird es Zeit auch an Amplification zu denken.
2β£ Macro + Micro statt Mega: Der Sweet Spot in der Mitte π―ββοΈ
92 % der Marketer wollen 2026 mit Macro (100kβ500k) UND Micro (5kβ100k) Creators arbeiten. Warum?
Makros bringen Reichweite
Mikros bringen Relevanz & echtes Community-Engagement
Mega-Influencer verlieren an Bedeutung
Nano-Influencer bleiben relevant aber eher ergΓ€nzend
Der Trend dahinter: Creator β Reichweite. Creator = Kontext.
B2B-Takeaway:
Genau deshalb funktionieren Thought-Leader-Collabs auf LinkedIn so gut. Mikro-B2B-Creator mit 15k Followern lΓΆsen oft mehr Pipeline-Impact aus als groΓe Personal Brands mit 300k, weil die Community enger ist.
3β£ Generative-AI-Creator Content wird ein zweiter Motor im Markt π€
Vom dritten Punkt bin ich persΓΆnlich noch nicht so ganz ΓΌberzeugt. Wir schauen uns trotzdem mal die Zahlen an: Letztes Jahr haben bereits 79 % der Marketer ihr AI-Creator-Budget erhΓΆht. Und 2026?
79 % erhΓΆhen erneut ihre Investments in AI-Creator-Content
77 % verlagern Budget weg vom βklassischenβ Creator Marketing
AI-Content wird zusΓ€tzlich Ad-Spend treiben
Spannend: Es geht nicht darum, Creator zu ersetzen. Sondern darum, Creator-Content skalierbarer, testbarer und gΓΌnstiger zu machen, ohne stΓ€ndig neue Shootings zu planen.
B2B-Takeaway:
AI-generierter Creator Content + Thought Leader Ads = der wahrscheinlich effizienteste Awareness-Hebel im B2B 2026. Allerdings muss man hier einen guten Mittelweg finden, um nicht das Vertrauen durch βzu viel AIβ zu verlieren.
4β£ TikTok bleibt Nummer 1 aber YouTube gewinnt still im Hintergrund π
Laut CreatorIQ:
TikTok bleibt 2026 die meistgenutzte Creator-Plattform
Danach: Instagram, YouTube, Facebook
Threads, Reddit & Substack? Kaum relevant fΓΌr Creator-Budgets
Creators selbst priorisieren dagegen:
YouTube (45 %)
Instagram (41 %)
TikTok (41 %)
Facebook (35 %)
Und ΓΌberraschend: 25 % der Creator wollen 2026 auf Snapchat expandieren, weil Snap endlich bessere Monetarisierung bietet.
B2B-Takeaway:
YouTube ist und bleibt die unterschΓ€tzteste B2B-Plattform fΓΌr Creator-Collabs. TikTok gewinnt kulturell β YouTube gewinnt kommerziell. WΓ€hrend TikTok vor allem fΓΌr B2C-Brands interessant ist, dΓΌrfte YouTube der grΓΆΓere B2B-Hebel sein. Ganz so einfach lΓ€sst sich das aber nicht pauschalisieren. Am Ende kommt es auf den Kontext der Kampagne an.
Was bedeutet das alles fΓΌr B2B-Marketer? Hier die 5 wichtigsten Learnings π§
1) Creator Marketing wird ein Pflichtkanal, kein Nice-to-Have.
Budgets steigen weiter. Auch im B2B, weil Creator heute ein echter Distribution-Channel sind und messbare Performance liefern (Deals, Pipeline, Umsatz).
2) Amplification > Organic.
Ein gutes Creator-Video ohne Paid-Boost ist 2026 verschwendetes Potenzial.
3) Mid-Tier-Experts sind die neuen Personal Brands.
Vergiss Mega-Influencer. Setze auf Creators mit echter FachautoritΓ€t.
4) Kombiniere Human + AI.
AI-Videos skalieren Volumen, Creator-Videos skalieren Vertrauen.
5) Denke plattformΓΌbergreifend.
Es geht nicht mehr um βWo posten wir?β Sondern um: βWo amplified das StΓΌck Content am effizientesten?β
π Mehr dazu im Artikel von Digiday & hier nochmal einige Creator-Studien: IAB, IAB 2, Linqia, CreatorIQ, Billion Dollar Boy, Epidemic Sound)
πΏΒ KI-Snacks
Die KI-News-Welle lΓ€sst nicht nach. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp fΓΌr dich zusammengefasst. Heute sogar noch knackiger als sonst. Letβs go!
π ChatGPT stagniert, Gemini boomt
ChatGPT kommt weltweit auf rund 810β―Mio. Nutzende im Monat (+6β―% seit August), wΓ€hrend Googles Gemini mit Android-Integration und Bild-KI (βNano Bananaβ) um 30β―% zulegt. Der direkte Zugriff ΓΌber Android und das neue Bildmodell bescheren Gemini ein Rekordwachstum. Mehr hier.
π GPTβ5.2 vor dem Launch
OpenAI reagiert mit einem βCode Redβ und zieht GPTβ5.2 noch diese Woche vor, um Googles ΓΌbermΓ€chtigem Gemini 3 entgegen zu treten. Sam Altman hat Nebenprojekte auf Eis gelegt und alle Ressourcen auf Performance getrimmt, nachdem Gemini ChatGPT in zentralen Benchmarks abgehΓ€ngt hat. Mehr hier.
πΆ Google plant KI-Brille
Und Google macht weiter und greift 2026 mit eigenen Smart Glasses an, die von Anfang an auf Gemini setzen. Geplant sind zwei Modelle. Eins mit Display im Brillenglas, eins nur mit Audio. Google legt sich also nicht nur mit OpenAI an, sondern nun auch noch mit Mark Zuckerbergs AI-Brillen. Mehr hier.
π AWS bringt βAIβ―Factoriesβ
Amazon stellt mit AWS jetzt KI-Fabriken direkt in Kundendatenzentren bereit. Komplett verwaltete Racks mit NVIDIA-GPUs, Trainium-Chips und KI-Services wie Bedrock laufen beim Kunden vor Ort, fΓΌr mehr Datenhoheit bei Unternehmen und BehΓΆrden. Ein Konzept was insbesondere in Deutschland anklang finden kΓΆnnte. Mehr hier.
π Aleph Alpha vor Umbau
Die Heidelberger KI-Firma steht vor einem groΓen Umbau: Rund 10β―% der Belegschaft gehen, der neue Fokus liegt auf βsouverΓ€nenβ KI-LΓΆsungen fΓΌr Staat und Verwaltung. Treiber ist die Schwarz-Gruppe (Lidl), die die Mehrheit hΓ€lt. Mehr hier.
π Beratungen sparen sich die Junior-Consultants
Wie auch viele Tech-Firmen, bremsen nun auch Consultingunternehmen vermehrt ihre EinstellungsplΓ€ne: KI ersetzt zunehmend Junior Consultants. PwC kΓΌndigt an, kΓΌnftig ein Drittel weniger Absolvent:innen einzustellen. Das klassische Karrieremodell der groΓen Consulting-Firmen gerΓ€t somit ins Wanken. Mehr hier und hier.
π€₯ 79β―% faken ihr KI-Wissen
Bei den CleverMangos gelesen: Eine Studie zeigt, vier von fΓΌnf FachkrΓ€ften geben an, ihr KI-Know-how regelmΓ€Γig aufzubauschen. Besonders stark ΓΌbertreiben es FΓΌhrungskrΓ€fte. 91β―% der CβLevel-Manager, schmΓΌcken sich mit AI-Skills die sie gar nicht besitzen. Mehr hier.
π βKIβΓraβ ist Wort des Jahres
Die Gesellschaft fΓΌr deutsche Sprache kΓΌrt βKI-Γraβ zum Wort des Jahres 2025. KΓΌnstliche Intelligenz prΓ€ge Gesellschaft und Wirtschaft so stark, dass von einem epochalen Wandel gesprochen wird. Mehr hier.
What Else
π² Instagram testet βEarly Accessβ Feature
Instagram testet aktuell ein neues Format: Early Access Reels, die zunΓ€chst nur von Followern gesehen werden kΓΆnnen, bevor sie spΓ€ter ΓΆffentlich werden.
Wer nicht folgt, sieht nur ein verschwommenes Vorschaubild mit Countdown, inklusive Follow-Button.

Quelle: Lindsey Gable auf Threads // Eigene Darstellung
FΓΌr Marketer ist das ein potenzieller Game Changer: Promos, Produktlaunches oder Teaser lassen sich kΓΌnftig gezielt an die Community ausspielen, um Follower-Wachstum, Loyalty und exklusive Previews smarter zu verzahnen.
Die Funktion baut auf der im Mai verΓΆffentlichten βlockable Reelsβ Funktion auf, ist nun aber mehr auf Wachstum statt nur ExklusivitΓ€t ausgelegt durch den zusΓ€tzlichen Follow-Button.
β―Zwei weitere Updates im Schatten des Tests:
1β£ Γffentliche Instagram Stories lassen sich ab sofort auch ohne Markierung teilen. KΓΆnnte ein Reichweitenbooster fΓΌr Brands und Creator werden. Mehr hier.
2β£ Gleichzeitig sorgt Meta mit KI-generierten SEO-Titeln in der Google-Suche fΓΌr Kritik, da Inhalte automatisch umformuliert und teils entstellt werden. Und das alles, wer hΓ€tte es gedacht, ohne Wissen der Nutzer:innen. Mehr hier.
π Mehr zum Thema Exklusiv-Launches gibt es bei SocialMediaToday
π§ LinkedIn launcht neue Ads: Reserved Placements & Ad-Personalisierung
LinkedIn launcht gleich mehrere neue Ad-Formate, die B2B-Marketer:innen helfen sollen, Brand Awareness effizienter und skalierbarer zu pushen.
Im Zentrum steht das neue Format "Reserved Ads", das dir die erste Anzeigenplatzierung im Feed sichert β vergleichbar mit βFirst View Adsβ auf anderen Plattformen.
Marken sichern sich so maximale Aufmerksamkeit, planbare Sichtbarkeit und einen grΓΆΓeren Anteil der Top-of-Feed-Impressions. Ideal fΓΌr Thought Leader Ads, Launches oder Branding-Kampagnen. Weniger geeignet fΓΌr Demand Generation.
ZusΓ€tzlich fΓΌhrt LinkedIn eine automatische Ad-Personalisierung ein. Finde ich persΓΆnlich sehr spannend.
Werbeanzeigen kΓΆnnen jetzt dynamisch individualisiert werden. Etwa durch Jobtitel, Branche oder Firmennamen. So fΓΌhlen sich Botschaften relevanter an und treffen zielgenauer ins Interesse der jeweiligen Zielperson. Hier ein Beispiel von LinkedIn:

Quelle: LinkedIn for Marketing Blog // Eigene Darstellung
KI-gestΓΌtzte Ad Variants und das kommende Feature βFlexible Ad Creationβ vereinfachen zudem die Content-Produktion: Mehr Varianten, schnellere Tests, bessere Performance (so zumindest LinkedIn).
Fazit: LinkedIn bringt frischen Wind ins B2B-Ad-Game und gibt dir mehr Kontrolle ΓΌber Sichtbarkeit, Relevanz und Skalierung.
π Mehr bei LinkedIn for Marketing oder SocialMediaToday
πΊ MagentaTV ΓΆffnet exklusives WM-Inventar fΓΌr Programmatic Ads
PΓΌnktlich zur FIFA Weltmeisterschaft 2026 macht MagentaTV ernst: Erstmals kΓΆnnen Werbetreibende die TV-Umfelder des Telekom-Streamingdienstes programmatisch buchen.
MΓΆglich wird das durch eine neue AdTech-Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit SSP-Partner Equativ. Unternehmen kΓΆnnen so zielgenau im Umfeld von 104 WM-Spielen (darunter 44 exklusiv auf MagentaTV) werben, inklusive ganztΓ€giger Live-Strecken mit hoher Aufmerksamkeit.
Neben dem Sport-Fokus baut MagentaTV ab Dezember ein breites Portfolio an FAST-Channels in Bereichen wie Film, Doku, Entertainment und Lifestyle aus. Perfekt, um Streaming-Zielgruppen auch abseits des Live-Events zu erreichen.
FΓΌr Marken bedeutet das: Kombination aus klassischer TV-Wirkung und programmatischer PrΓ€zision, mit Zugriff auf Telekom-Daten und vielfΓ€ltige Werbeformate von CTV-Spots bis Sponsoring.
π Mehr dazu bei Telekom, Meedia oder DWDL Media Update
πͺπΊ Musk vs. EU β Wenn der reichste Mann der Welt zur Gefahr fΓΌr die Demokratie wird
Wir haben schon lΓ€nger nicht mehr ΓΌber Elon Musk geredet. TatsΓ€chlich ist es hier deutlich ruhiger um ihn geworden nach seinem RΓΌckzug aus der Regierung. Gut fΓΌr mein GemΓΌt, schlecht fΓΌr die Stories.
Denn fΓΌr alle die damals noch nicht dabei waren: Ich bin Musk-Hater der ersten Stunde und insbesondere Anfang des Jahres gabs hier eeeinige Stories zu ihm.
Fangen wir mal von vorne an: Die EU hat erstmals ein BuΓgeld gegen X (ehm. Twitter) auf Grundlage des Digital Services Act verhΓ€ngt. 120 Millionen Euro fΓΌr drei konkrete VerstΓΆΓe:
IrrefΓΌhrende βVerifiedβ-HΓ€kchen, die keine echte IdentitΓ€tsprΓΌfung beinhalten
Mangelnde Transparenz im Werbenetzwerk
Blockierter Datenzugang fΓΌr Forschende, obwohl dieser gesetzlich vorgeschrieben ist
β‘ Musks Reaktion: Konfrontation statt Kooperation
Statt nachzubessern, reagierte Musk mit einer massiven Eskalation:
Er forderte ΓΆffentlich die βAbschaffung der EUβ.
Er behauptete, die Strafe richte sich βauch gegen ihn persΓΆnlichβ und kΓΌndigte βReaktionen gegen einzelne Verantwortlicheβ an.
Er sperrte den Anzeigen-Account der EU-Kommission auf X.
UnterstΓΌtzt wurde er u.a. von Trump und USβAuΓenminister Rubio, die die Entscheidung als βAngriff auf USβTechβ bezeichneten.
Statt sich also an EU-Recht zu halten, startet Musk seinen altbekannten Kulturkampf und wird dabei unterstΓΌtzt von Trump, Rubio und der libertΓ€ren Rechten.
Der Fall zeigt einmal mehr: Musk interessiert sich nicht fΓΌr βFree Speechβ oder BΓΌrgerrechte, sondern nur fΓΌr den Schutz seiner wirtschaftlichen Interessen. Sobald Regulierung droht, ruft er seine Community zum Widerstand auf.
FΓΌr die EU geht es dagegen um digitale SouverΓ€nitΓ€t: Kann Europa durchsetzen, dass globale Plattformen rechtsstaatlichen Standards folgen?
Die nΓ€chsten drei Monate werden darΓΌber entscheiden, ob X einlenkt oder ob die EU die hΓ€rtesten Sanktionen ihrer digitalen Gesetzgebung zum ersten Mal anwenden muss.
Und wenn Musk weiter eskaliert? Dann ist ein EU-weites Verbot der Plattform kein Tabubruch, sondern eine lΓ€ngst ΓΌberfΓ€llige Konsequenz.
π Mehr dazu gibt es bei Handelsblatt, taz und besonders lesenswert im DoppelgΓ€nger Update
π Thatβs a wrap! π
So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nΓ€chsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!
Ich wΓΌrde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafΓΌr auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.
Bis dahin GaliGrΓΌ und bis nΓ€chste Woche! π
Dir hat die Ausgabe gefallen? Dann wΓΌrde ich mich freuen wenn du sie teilst ππ
Ihr wisst es. Der Anfang als kleiner Creator ist nicht immer leicht. Ihr wΓΌrdet mich mega unterstΓΌtzen, wenn ihr den Newsletter unten ΓΌber den Button teilt, euren Kollegen direkt weiterleitet oder einfach auf meine LinkedIn-Posts reagiert. LIEBE!
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