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💡 Übrigens: Für das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch oben rechts auf „Online lesen“ zu klicken.

Helloooo Friends,

willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters! Wer ist READY für Marketing, KI & Tech News?! 🤩

Talking about Tech News. Für alle die gestern schon im Bett waren: Apple hat das iPhone Duo vorgestellt. Das erste von Apple entwickelte faltbare Smartphone. So sieht das Ding aus:

Quelle: Apple

Kostet auch nur ab 2,299 EUR … Schnäppchen.

Ansonsten wurde auch das iPhone 18, Air Pods 5 und neue Apple Wachtes released. Das ganze Apple Event könnt ihr hier anschauen.

Wer gönnt sich? 👀

Legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶

Die heutigen Themen:

(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)

Die heutige Ausgabe hat 2210 Wörter. Du brauchst ungefähr 12 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛

Top Story

🤝 IAB Studie: KI empfiehlt, Menschen entscheiden – Wem deine Käufer vertrauen

KI ist im Kaufprozess angekommen.

72 % nutzen allgemeine KI-Assistenten für Kaufentscheidungen, 80 % fühlen sich damit wohl. IAB hat dazu am 9. September eine globale Studie veröffentlicht: 2.200 Menschen aus den USA, UK, Australien, Mexiko und Indien, alle mit KI-Shopping-Erfahrung.

Der IAB ist der Branchenverband der Digitalwerbung. DACH war bei der Studie leider nicht dabei. Die Kernfrage bleibt aber trotzdem spannend:

Woher zieht eine KI-Empfehlung eigentlich ihre Glaubwürdigkeit?

👥 Menschen wollen Menschen in der KI-Antwort

56 % bevorzugen KI-Kaufempfehlungen, die Creator-Reviews als Quelle nutzen und 65 % der Gen Z & Millennials sagen, glaubwürdige Creator-Reviews erhöhen ihr Vertrauen in eine KI-Empfehlung.

Beim Alter wird der Unterschied auch nochmal deutlich:

Quelle: IAB

Kundenbewertungen, Händlerinfos und Fachexpertise bleiben übrigens die Quellen, die Menschen am liebsten in KI-Antworten sehen. Creator kommen als Erfahrungsebene obendrauf:

Quelle: IAB

Bei Gen Z liegt Creator-Content als bevorzugter Input fast gleichauf mit Marken- und Werbeinfos (27 % vs. 29 %). Die Kaufwahrscheinlichkeit steigt durch Creator-Reviews bei 29 % der Gen Z und Millennials, bei Boomern nur bei 12 %

🎯 Glaubwürdigkeit schlägt Follower-Zahl

Soweit so gut. Aber welche Signale machen denn einen Creator vertrauenswürdig genug, damit KI sich auf ihn stützt? IAB sagt:

Faktor

Anteil

Track Record / Glaubwürdigkeit

46 %

Konsistenz über Zeit

40 %

Expertise & Produkterfahrung

36 %

Unabhängigkeit / Sponsoring-Transparenz

34 %

Große Audience

21 %

Und wenn wir hier von Creatorn reden, meine ich nicht ausschließlich typische Influencer oder Promis:

🥇 Bei den Creator-Typen liegen ganz normale Konsument:innen mit echten Erfahrungen vorne (52 %),

🥈 gefolgt von professionellen Reviewern (43 %) und Fach-Expert:innen (37 %).

🥉 Promis und Public Figures landen mit 13 % auf dem letzten Platz.

Am meisten Wert liefert Creator-Content dabei in der Recherche- und Vergleichsphase. Für finale Kaufentscheidungen ist der Content bisher nicht geeignet:

Quelle: IAB

🔁 KI verkürzt die Customer Journey nicht

Das passt zu einem früheren IAB-Report von Oktober 2025:

Nur 46 % vertrauen KI-Shopping-Empfehlungen vollständig, 89 % checken die Infos gegen (I doubt that 🫢), 95 % machen nach der KI-Session mindestens einen weiteren Schritt. Die durchschnittliche Zahl an Recherche-Schritten stieg von 1,6 auf 3,8 – Die Customer Journey wurde also sogar länger.

Wohin die Leute zum Gegenchecken gehen, zeigen Zahlen, die Stacked Marketer diese Woche zitiert: 83 % vertrauen Community-Foren mehr als KI. 78 % vertrauen Nutzerbewertungen mehr. Nur News-Seiten schneiden mit 43 % schlechter ab.

💼 Und was heißt das jetzt für B2B?

Laut Forresters State of Business Buying 2026 (rund 18.000 Befragte) sind generative KI-Suchen inzwischen der Startpunkt jeder B2B-Recherche und der meistgenannte relevante Recherche-Kanal überhaupt.

Aber: 20 % fühlen sich nach der KI-Nutzung unsicherer, weil sie auf falsche Infos gestoßen sind. Die Folge ist, dass Käufer gegenchecken. 69 % lassen sich KI-Ergebnisse deswegen von einem Sales-Rep bestätigen.

Eine typische Kaufentscheidung zieht heute 13 interne Stakeholder und ganze neun externe Creator mit rein.

Wichtig ist, „Creator“ heißt im B2B eure Kund:innen mit echter Erfahrung, eure Leute auf LinkedIn, Fach-Reviewer und Review-Plattformen. Diesen sollte die größte Aufmerksam zugetragen werden.

✍️ Zum Mitschreiben:

1️⃣ Prüf, was die KI über dich liest
Bau dir ein festes Prompt-Set für deine Kategorie und protokolliere, welche Quellen in den Antworten auftauchen. Nicht Rankings tracken, sondern Zitate.

2️⃣ Mach Kundenstimmen unbearbeitet sichtbar
Reviews auf die wichtigsten Landingpages, Profile auf OMR Reviews, Capterra und kununu aktiv pflegen.

3️⃣ Bau Community-Präsenz auf, keine Community-Werbung
Reddit, Fachforen, LinkedIn-Kommentarspalten. Mit klarer Kennzeichnung, wer ihr seid. Unabhängigkeit ist ein Vertrauensfaktor wie die IAB Studie gezeigt hat.

4️⃣ Wähl Creator nach Track Record aus
Kriterienraster: Konsistenz, Themen-Fit, Produkterfahrung, Sponsoring-Transparenz. Reichweite ist das schwächste Signal der ganzen Studie.

5️⃣ Begreif Mitarbeitende und Kund:innen als Creator
Employee-Content und ehrliche Case-Videos schlagen Hochglanz. Genau die Erfahrungsebene sucht die KI. Denk also nicht nur an klassische Influencer.

👉 Die ganze IAB Studie findet ihr hier (Ihr müsst euch registrieren zum Lesen).

🍿 KI-Snacks

Diese Woche gibt es endlich mal wieder ein paar größere Modell-Updates. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!

🛰️ Open AI launcht GPT-6 Astra: Willkommen in der "AGI-Ära"
OpenAI hat sein neues Top-Modell veröffentlicht und wirbt vor allem damit, dass es selbstständig am Computer arbeiten kann: Apps öffnen, Formulare ausfüllen, ganze Aufgaben erledigen, fast wie ein digitaler Kollege. President Greg Brockman ist überzeugt: "Ich glaube, wir sind jetzt in der AGI-Ära." Der Haken: Die Nutzung kostet rund 2,5-mal so viel wie beim Vorgängermodell. Mehr hier.

🎨 ChatGPT Images 2.5: Schneller, präziser, jetzt mit Sketch-Funktion
OpenAI hat sein Bildmodell aufgefrischt: 50 % kürzere Generierungszeit und präzisere Edits, die wirklich nur ändern, was du willst. Neu ist außerdem eine Sketch-Funktion zum Vorzeichnen direkt im Chat. Für Entwickler:innen gibt's zwei API-Modelle – Flare als schnellen Standard, Sunburst für Präzisionsarbeit. Mehr hier.

🧞 Meta launcht Muse, deinen persönlichen KI-Agenten
Muse schreibt E-Mails, bucht Reisen und bezahlt sogar für dich. Das Modell läuft dabei komplett isoliert auf einer eigenen Cloud-VM. Verfügbar gratis oder für $20 / $100 im Monat, vorerst nur in den USA und ab 18 Jahren. Keine Werbung drin, und laut Meta kommt der Agent technisch nicht an Passwörter oder Zahlungsdaten. Mehr hier.

🚗 Claude ist jetzt im Auto – mit CarPlay
Anthropic bringt Claude aufs Auto-Display: Die iPhone-App unterstützt jetzt Apple CarPlay, komplett freihändig per Sprache bedienbar. Claude ist damit der fünfte große Chatbot auf CarPlay – nach ChatGPT, Perplexity, Grok und Meta AI. Steuern kann Claude allerdings nichts: kein Zugriff aufs Auto, nur Konversation. Mehr hier.

👽 OpenAIs Chefwissenschaftler: "Niemand hat KI-Sicherheit im Griff"
Jakub Pachocki schreibt in seinem am 06. September veröffentlichten Essay "An Alien Mind": Kein Labor (auch nicht OpenAI selbst) hat Alignment und Monitoring gut genug gelöst, um beim aktuellen Tempo verantwortungsvoll weiterzuskalieren. Sein Hauptproblem: Chain-of-Thought-Monitoring, das zentrale Sicherheitswerkzeug der Branche, wird laut eigenen Tests zunehmend unzuverlässiger. Seine Forderung: verbindliche, extern kontrollierte Sicherheitsstandards statt Selbstverpflichtungen. Mehr hier.

⚖️ Sanders will Superintelligenz per Gesetz verbieten
Bernie Sanders und Rep. Greg Casar bringen den "Ban Artificial Superintelligence Act" ein: permanentes Verbot von KI-Superintelligenz plus Entwicklungsstopp, bis eine neue Bundesbehörde Sicherheitsstandards festlegt. Bei Verstößen droht Unternehmen der "Corporate Death Penalty" und Einzelpersonen bis zu 20 Jahre Haft. Vergleichbar ist das mit Strafen für illegale Atomwaffenentwicklung. Ausgelöst wurde der Vorstoß direkt durch die jüngsten Sandbox-Ausbrüche bei OpenAI, Anthropic und Meta. Mehr hier.

🇫🇷 Mistral sammelt 3 Mrd. € ein
Mal wieder gute News für Europas KI. Samsung führt die Serie-D-Runde an, mit an Bord der EU-Scaleup-Europe-Fund und PSG Equity. Das ist die größte Eigenkapitalrunde, die je ein europäisches Tech-Unternehmen eingesammelt hat. Die Bewertung springt damit auf über 21 Mrd. €, fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Das Geld soll in Rechenkapazität und internationales Wachstum fließen; Mistral ist inzwischen in 20 Ländern aktiv, mit z.B. Airbus und HSBC als Kunden. Mehr hier.

📉 130.000 Tech-Jobs weg – KI ist schuld
Uber streicht 3.300 Stellen (10 % der Belegschaft), Oracle prüft bis zu 10.000 Kürzungen, PayPal und Apple bauen ebenfalls ab. Laut Layoffs.fyi sind 2026 bereits rund 130.000 Tech-Jobs weggefallen und diesmal nennen Unternehmen KI und Automatisierung offen als Grund, nicht nur "Kostendruck". Uber-CEO Khosrowshahi will das gesparte Geld lieber in autonome Fahrzeuge und KI stecken. Mehr hier.

What Else

💔 Der Like ist tot

Social-Analyst Gabriel Davis hat 2,5 Millionen Instagram-Posts von Januar 2025 bis Mai 2026 ausgewertet … und es sieht nicht gut aus um unsere geliebten Likes und Comments:

Format

Likes

Kommentare

Carousels

−73 %

−39 %

Reels

−81 %

−46 %

Selbst bei den Top 1 Prozent der Posts lag der Rückgang bei über 54 %, der Content ist also nicht das Problem.

Der Grund liegt aber in erster Linie an den Plattformen: TikTok gewichtet Watch Time und Replays, Instagram misst Dwell Time, LinkedIn die Lesedauer. Views und Watch-Through zählen heutzutage und eben nicht mehr Likes. Somit wird Content auch dahingehend weniger optimiert.

Für Marketer heißt das: Baut euer Reporting bei Videos auf Watch Time und Completion Rate um. Likes und Kommentare bleiben nette Signale, taugen als Zielgröße aber nicht mehr viel (Ich freue mich btw. trotzdem immer über jeden Like in der Web-Version des Newsletters 😁)

👉️ Mehr dazu bei Future Social

👻 WTF sind Ghost Creators?

Digiday erklärt diese Woche einen Begriff, der durch die Branche geht: Sogenannte Ghost Creators oder auch Creators-as-a-Service.

Gemeint sind echte Menschen, die Content exakt nach Briefing produzieren, oft auf eigens angelegten Accounts, ohne dass Person oder Reichweite eine Rolle spielen. Ausgelöst hat die Debatte ein Semafor-Artikel über politische YouTube-Kanäle, für die Schauspieler KI-generierte Skripte einsprachen. Die Content-Firma Virelox soll laut ihrem Mitgründer zeitweise 2.500 Videos pro Woche über mehr als 106 Accounts ausgespielt haben.

Der Reiz ist wirtschaftlich: Für das Budget eines Posts von einem etablierten Creator bekommen Marken mehrere hundert Posts von einem Dutzend Ghost Creators. Der Preis dafür ist der fehlende Anker eines echten Namens, der für eine Aussage einsteht. Dazu kommt ein Plattform-Risiko. YouTube hat im August bereits mehrere KI-gestützte Politik-Kanäle entfernt.

Für Marketer heißt das: Ghost Creators funktionieren als Performance-Kanal, nicht als Ersatz für echtes Creator-Marketing. Und leider funktioniert diese Art des Marketings auch extrem gut für hetzerische und manipulative Zwecke. Daher würde ich aus Marken-Sicht hier extrem aufpassen wie stark man am Ende darauf zugreifen will. Transparenz und Plattform-Compliance gehören vor die CPM-Frage.

👉️ Mehr dazu bei Digiday

🛒 Meta Muse: KI-Agenten sind bald deine Kunden

Laut Cloudflare-Daten machen Bots und KI-Agenten inzwischen über die Hälfte aller Web-Requests aus, und somit einen großen Teil des Traffics eurer Websites.

Und passend dazu hat Meta jetzt Muse am 08. September veröffentlicht.

Ein persönlicher KI-Agent, der Mails schreibt, Reisen bucht, Formulare ausfüllt, verhandelt und am Ende selbst durch den Checkout geht. Bezahlt wird über eine Einmal-Karte von Stripe, sodass echte Kartendaten den Händler nie erreichen.

Quelle: Meta

Wie sich das auf den Traffic auswirkt, hängt stark davon ab, wen man fragt:

Sichtweise

Beobachtung

Mellow Sleep (DTC, Kissen)

Traffic von KI-Assistenten konvertiert um ein Vielfaches besser als der Seitendurchschnitt

John Lewis (UK-Handel)

Agentische Suchanfragen von 0,3 % auf 2,5 % aller Visits in einem Jahr gestiegen

GoFish (Agentur)

Bot-Traffic bei E-Commerce-Kunden +80 % YoY, engeres Retargeting hob den Durchschnittl.-CPM um 20 %

Das Problem dabei ist die Klassifizierung mit der Marketer Schwierigkeiten haben dürften. KI-Agenten legen Produkte in den Warenkorb und melden sich für Newsletter an, womit die üblichen Bot-Filter, die auf Absprünge und kurze Sessions optimiert sind, ins Leere laufen.

Für Marketer heißt das: Traffic-Qualität lässt sich nicht mehr daran ablesen, ob ein Besucher ein Mensch ist. Wer jetzt anfängt, Agenten-Traffic sauber zu segmentieren statt pauschal zu blocken, könnte die besseren Audience-Daten haben, wenn Agenten-Commerce dann so richtig durchstartet.

👉️ Mehr dazu bei Meta und Digiday

🎛️ Google und Microsoft nehmen dir die Regler weg

Beide Plattformen bauen pünktlich vor Q4 manuelle Kontrollen ab. Vor 2 Wochen habe ich schon davon berichtet wie Meta die letzten manuellen Placement-Kontrollen abgeschafft hat.

Microsoft: Ab 1. Oktober lässt sich bei neuen Kampagnen mit Maximize Conversions, Conversion Value oder Clicks kein Max CPC mehr setzen. Bestehende Kampagnen und Portfolio-Strategien bleiben verschont. Begründung: Max CPC überschreibe die eigenen Performance-Ziele und störe das Spend-Pacing.

Google: Die AI-Max-Migration läuft im September durch. Jede Kampagne mit Automatically Created Assets oder kampagnenweitem Broad Match wird automatisch auf AI Max gehoben, einen Opt-out gibt es nicht. Nur Dynamic Search Ads haben Aufschub bis Februar 2027.

Für Marketer heißt das: Prüft, ob eines der beiden Settings aktiv ist, und räumt vorher auf, bevor Google die Entscheidung für euch trifft.

👉️ Mehr dazu bei Search Engine Land und Search Engine Land

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