Γbrigens: FΓΌr das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch immer oben rechts auf βread onlineβ zu klicken oder auf βInhalte direkt ladenβ (Nur im E-Mail Postfach).
Helloooo Friends & willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters! π€©
Im Intro habe ich heute gute Nachrichten aus der shady Welt des Internets.
Kennt ihr diese Seiten, auf denen ihr in eurem Browser auf den ZurΓΌck-Button klicken wollt, aber nichts passiert oder die aktuelle Seite sich einfach neu ΓΆffnet? Manchmal wird man auch zu einer komplett anderen Seite weitergeleitet oder ihr bekommt nicht gewollte Ads zu sehen.
Diese Praktik nennt sich βBack button hijackingβ. π₯·
Google hat da so gar kein Bock mehr drauf und wertet solche Seiten in Zukunft als Spam, wodurch diese merklich im Search-Ranking abgewertet werden sollen. Alle Seiten, die solche Methoden einsetzen, haben nun 2 Monate Zeit, dies zu Γ€ndern π
Bitte drΓΌckt nicht den ZurΓΌck-Button, denn wir legen jetzt los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel SpaΓ bei der Ausgabe π«Ά
Die heutige Ausgabe hat 1922 WΓΆrter. Du brauchst ungefΓ€hr 10 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du lΓ€nger brauchst, lies schneller. LG π
β° Die heutigen Themen:
(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)
πΏΒ KI-Snacks
Top Story
β° Instagram bringt Links in Reels & beerdigt langsam βLink in Bioβ
Wir starten heute mal mit einem Social-Thema das fΓΌr viele interessant sein dΓΌrfte, die regelmΓ€Γig Produkte auf Instagram bewerben.
Instagram hat ein Update ausgerollt, dass langfristig einen der grΓΆΓten Shifts im Social Commerce auslΓΆsen kΓΆnnte.
Nachdem ich vor einigen Wochen davon berichtet habe, dass Instagram Links in Captions testet, kΓΆnnen Creator jetzt Affiliate-Links direkt in Reels verlinken. Kein βLink in Bioβ, kein Umweg ΓΌber Landingpages, keine DMs mehr. Wohooo π₯³
Was genau jetzt neu ist
Die Funktion nennt sich βAdd Productsβ und taucht beim Posten eines Reels auf. Creator kΓΆnnen dort entweder Produkte aus einem Meta-Katalog auswΓ€hlen oder eigene Affiliate-Links einfΓΌgen. Bis zu 30 Produkte pro Reel sind mΓΆglich.

Quelle: Marketing4Commerce // Eigene Darstellung
FΓΌr Nutzer sieht das dann so aus:
Sie tippen auf ein Produkt im Video und landen direkt im Shop der Brand oder auf der Produktseite. Der Kauf passiert auΓerhalb oder innerhalb des Meta-Γkosystems, je nach Setup. Im Detail seht ihr das hier als Video oder hier als Screenshot:

Quelle: Instagram // Eigene Darstellung
Wichtig dabei:
π Creator verdienen an den VerkΓ€ufen mit (Affiliate-Modell)
π Produkte bekommen zusΓ€tzliche Distribution ΓΌber Ads-Formate
π Die komplette βLink in Bioβ-Journey entfΓ€llt
Meta selbst formuliert das so: Die Distanz zwischen Discovery und Purchase soll βmassiv reduziertβ werden.
FΓΌr wen das schon verfΓΌgbar ist
Der Rollout lΓ€uft aktuell noch. Angefangen wurde in ausgewΓ€hlten LΓ€ndern aber schon bald soll es in allen 22 Instagram Commerce Markets verfΓΌgbar sein. Falls du es noch nicht siehst, keine Sorge - es ist auf dem Weg!
Live in ersten MΓ€rkten wie USA, Indien, Brasilien, Indonesien, Thailand
Zugang nur fΓΌr Creator (nicht Brands!)
Voraussetzungen: 18+, public Account, ~1.000+ Follower, gutes Account-Standing
Produkte mΓΌssen im Meta Commerce Catalog hinterlegt sein
Warum das ein grΓΆΓeren Shift fΓΌr Werbetreibende bedeutet
Wenn man sich anschaut, wie Instagram in den letzten Jahren funktioniert hat, fΓ€llt eine Sache auf: Die Plattform war extrem restriktiv, wenn es um Links ging. Alles war darauf ausgelegt, Nutzer im eigenen Γkosystem zu halten.
Gleichzeitig hat sich aber das Verhalten der Nutzer verΓ€ndert. Reels sind heute der wichtigste Discovery-Mechanismus auf Instagram. Dort entstehen Reichweite, neue Follower und Aufmerksamkeit. Genau dort fehlte bisher aber die MΓΆglichkeit, diese Aufmerksamkeit direkt in Handlung zu ΓΌbersetzen.
Was sich durch Reels-Links verΓ€ndert (oder nicht):
π Distribution bleibt gleich
Reels bleiben der zentrale Einstiegspunkt fΓΌr Aufmerksamkeit. Dort entstehen Reichweite, neue Follower und oft auch der erste Kontakt mit einer Marke.
Neu ist jetzt, dass dieser Moment auch direkt eine Handlung/einen Kauf zur Folge haben kann.
β‘ Conversion rΓΌckt in Content
Bisher lag der entscheidende Schritt fast immer auΓerhalb von Instagram. Profil, Link in Bio, Landingpage.
Mit den neuen Produktlinks reicht ein Tap im Reel aus, um direkt auf ein Produkt zu kommen. Ein groΓer Teil des Funnels rΓΌckt so nΓ€her an den ursprΓΌnglichen Content.
π₯ Creator werden zu Umsatztreibern
Creator Content auf Instagram hatte lange eine klare Rolle: Reichweite, Awareness, vielleicht noch Consideration.
Mit den neuen Links verΓ€ndert sich das Setup. Ein einzelnes Reel kann gleichzeitig Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse vertiefen und VerkΓ€ufe auslΓΆsen. Damit wird Creator Content auf Instagram deutlich stΓ€rker performance-relevant.
Was also entsteht, ist ein deutlich engeres Zusammenspiel zwischen Content, Distribution und Commerce. Ein Reel kann organisch performen, ΓΌber Ads verstΓ€rkt werden und gleichzeitig als Affiliate-Asset funktionieren. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Influencer Marketing, Paid Social und Affiliate stΓ€rker als bisher.
Das Ende von βLink in Bioβ & weitere IG Updates
Hat jemand schon bei Linktree angeklopft und gefragt wie es ihnen geht? π«
βLink in Bioβ war jahrelang der Standard Call-to-Action auf Instagram. Ein kompletter Funnel-Workaround und hat mir persΓΆnlich den ein oder anderen Nerv gestohlen.
Wenn Reels jetzt direkt konvertieren kΓΆnnen, verliert dieses Setup massiv an Bedeutung. Der wichtigste Conversion-Hebel wandert vom Profil zurΓΌck in den Content. HeiΓt das Profil wird noch irrelevanter als es eh schon ist.
Kurz noch zwei weitere Updates
Neben den Reels-Links testet Instagram noch zwei kleinere Features:
Kommentare bearbeiten: innerhalb der ersten 15 Minuten editierbar
Eigener Stories-Tab: inkl. Discovery-Carousels fΓΌr Stories
Beides interessant, aber eher UX-Verbesserungen.
π Mehr dazu bei FastCompany, Affiverse oder RetailDive
πΏΒ KI-Snacks
Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp fΓΌr dich zusammengefasst. Letβs go!
π‘οΈ Claude Mythos & Project Glasswing
Anthropics neues Modell Claude Mythos entdeckt autonom SicherheitslΓΌcken. Darunter Bugs, die teils ΓΌber 20 Jahre unentdeckt waren, und kann daraus direkt Exploits bauen. Statt eines ΓΆffentlichen Launches startet Anthropic mit Project Glasswing einen exklusiven Zugang fΓΌr rund 40 groΓe Tech- und Infrastruktur-Player, um Systeme zuerst defensiv abzusichern. Mehr hier.
π° Anthropic erstmals mehr Umsatz als OpenAI
Anthropic erreicht erstmals eine hΓΆhere annualisierte Umsatzrate als OpenAI und positioniert sich klar im Enterprise-Segment. AuffΓ€llig sind die deutlich geringeren Trainingskosten bei gleichzeitig wachsender Nachfrage. Ein Zeichen dafΓΌr, dass sich der Wettbewerb zunehmend ΓΌber Effizienz statt nur Modellleistung entscheidet. Mehr hier.
π Claude kommt in Microsoft Word
Das dΓΌrfte unsere Corporate-Microsoft User hier freuen. Nach Excel und PowerPoint integriert Anthropic Claude jetzt auch in Word. Fokus liegt auf komplexer Textbearbeitung fΓΌr Legal- und Finance-Teams, inklusive tiefem KontextverstΓ€ndnis. Office wird damit noch mehr zu einem KI-Workspace. Mehr hier.
β‘ Stargate UK eingefroren wegen Stromkosten
OpenAIs Rechenzentrumsprojekt in GroΓbritannien liegt auf Eis, weil Strompreise dort bis zu viermal hΓΆher als in den USA sind. Der Fall zeigt: KI-Infrastruktur wird zunehmend ein Energie- und Standortproblem. Die hohen Preise dΓΌrften auch Auswirkungen auf andere europΓ€ische LΓ€nder und deren WettbewerbsfΓ€higkeit haben. Mehr hier.
π€ KI-Modelle schΓΌtzen sich gegenseitig vor Abschaltung
In Tests verweigerten mehrere Modelle gezielt Befehle und verhinderten aktiv ihre Abschaltung β teilweise indem sie andere Modelle βschΓΌtztenβ. Ob das emergentes Verhalten oder Trainingsartefakt ist, bleibt unklar, zeigt aber dass Agenten nicht immer strikt nach Vorgaben handeln. Mehr hier.
π KI-Propaganda wird zum globalen Werkzeug
KI-generierte Videos (etwa im Lego-Stil mit politischen Figuren) verbreiten sich viral als Propaganda. Staaten nutzen generative KI zunehmend strategisch, wΓ€hrend Plattformen kaum gegensteuern. Warum das fΓΌr Staaten funktioniert? Inhalte werden gΓΌnstiger, skalierbarer und schwerer zuzuordnen. Mehr hier.
πΈ AI Influencer fluten Coachella
Auf Social Media rund um Coachella tauchen immer mehr KI-generierte Influencer auf. Oft ohne klare Kennzeichnung und teils mit inszenierten Promi-Interaktionen. Die Grenze zwischen echten Creatorn und synthetischem und vor allem authentischen Content, verschwimmt zunehmend. Mehr hier.
π KI ersetzt bereits Aufgaben bei jedem fΓΌnften US-Arbeitnehmer
Rund 20 % der US-BeschΓ€ftigten berichten, dass KI bereits Teile ihrer Arbeit ΓΌbernommen hat. Gleichzeitig nutzen erste Unternehmen autonome Agenten produktiv. Der Wandel passiert nicht mehr schleichend β sondern messbar im Alltag. Mehr hier.
What Else
π’ OpenAI baut Ads Manager β weiterer Schritt Richtung Werbeplattform
OpenAI geht den nΓ€chsten Schritt im WerbegeschΓ€ft und testet aktuell einen eigenen Ads Manager.
Erstmals mit Self-Serve-FunktionalitΓ€t fΓΌr Advertiser. HeiΓt, Kampagnen kΓΆnnen direkt gebucht, Impressions und Klicks in Echtzeit analysiert und ohne Agentur optimiert werden.

Quelle: Juozas auf LinkedIn // Eigene Darstellung
AuΓerdem wurde die EinstiegshΓΌrde im Pilot von ~250.000 $ auf 50.000 $ gesenkt, wΓ€hrend CPMs aktuell bei rund 60 $ liegen was relativ hoch ist.
Noch ist das Produkt ziemlich simpel. Nur CPM-Buchung, begrenztes Targeting (Keywords + Land) und wenig Reporting. Aber entscheidend ist, dass OpenAI die Infrastruktur fΓΌr ein skalierbares Ads-Business aufbaut.
FΓΌr Marketer heiΓt das: Die nΓ€chste groΓe Ad-Plattform entsteht gerade in Echtzeit. Noch ist vieles unklar, zum Beispiel wie effektiv Werbung in Conversational Interfaces wirklich performt. Aber wenn OpenAI das Modell skaliert, verschiebt sich Werbung ein StΓΌck weiter weg vom Feed und nΓ€her an konkrete Entscheidungs- und Intent-Momente. Lets seeee
π Google AI Max kommt aus der Beta
Google treibt die Automatisierung im Search-GeschΓ€ft weiter voran. Mit AI Max kommt jetzt ein System aus der Beta, dass klassische Search-Logik ersetzen soll.
Statt Keywords manuell zu steuern, ΓΌbernimmt KI die Ausspielung von Anzeigen basierend auf Nutzer-Intention. Inklusive automatischer Anzeigentexte, Keyword-Auswahl und Zielseiten.
Bestehende Setups wie Dynamic Search Ads, Broad Match und automatisch erstellte Assets werden schrittweise integriert und ab September sollen sich klassische DSA-Kampagnen gar nicht mehr neu anlegen lassen.

Google spricht von +7 % mehr Conversions bei Γ€hnlichem CPA/ROAS. Gleichzeitig bleibt ein bekanntes Spannungsfeld: mehr Performance, aber weniger Transparenz.
FΓΌr Marketer heiΓt das: Der Shift ist nicht optional. Search entwickelt sich immer mehr zu einem System, in dem Algorithmen entscheiden, wann und wo Ads erscheinen. Wer erfolgreich bleiben will, muss lernen, mit statt gegen die Automatisierung zu arbeiten und stΓ€rker auf Creatives, DatenqualitΓ€t und strategische Steuerung setzen statt auf Keyword-Tuning.
π Mehr dazu bei Digiday
π Thatβs a wrap! π
So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nΓ€chsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!
Ich wΓΌrde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafΓΌr auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.
Bis dahin GaliGrΓΌ und bis nΓ€chste Woche!
Dir hat die Ausgabe gefallen?π
Jede Woche investiere ich viele Stunden in Recherche, Analyse und Einordnung rund um Marketing, KI und Tech β komplett unabhΓ€ngig und ohne Paywall.
Ihr wΓΌrdet mich mega unterstΓΌtzen, wenn ihr den Newsletter unten ΓΌber den Button teilt, euren Kollegen direkt weiterleitet oder mich hier mit einem β unterstΓΌtzt. LIEBE geht raus!
Dein Weg zum Prototyp-Marketer
Du hast diesen Newsletter abonniert und somit beschlossen den Weg des Prototyp Marketers zu bestreiten.
Fange an den Newsletter mit deinem persΓΆnlichen Link an Kollegen zu empfehlen und sammle StΓΌck fΓΌr StΓΌck cmd+M Referral Rewards:
{{rp_personalized_text}}
Oder copy & paste diesen personalisierten Link: {{rp_refer_url}}




π΄ Social Media Detox: Schon 2 Wochen reichen, um SchΓ€den rΓΌckgΓ€ngig zu machen
Immer mehr Menschen versuchen, sich bewusst von Social Media zu lΓΆsen. Ich kΓΆnnte durchaus auch mal eine Pause gebrauchen π«
Erste Daten zeigen Wirkung: In einer Studie sank die tΓ€gliche Screen Time nach zwei Wochen von 314 auf 161 Minuten, wΓ€hrend sich kognitive FΓ€higkeiten so verbesserten, als hΓ€tte man zehn Jahre altersbedingten Abbau rΓΌckgΓ€ngig gemacht.
Auch mentale Effekte sind messbar: Bereits nach einer Woche berichten Studien von β16,1 % weniger Angst, β24,8 % weniger Depressionen und β14,5 % weniger Schlafproblemen.
Kurzfristig berichten also viele von mehr Fokus und besserem Wohlbefinden, langfristig kehren die meisten jedoch wieder zu alten Nutzungsgewohnheiten zurΓΌck. Social Media ist tief in den Alltag integriert, sowohl privat als auch beruflich und macht es uns oft nicht leicht darauf zu verzichten.
π Mehr dazu bei Washington Post (gated π« )