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🔗 Links in Captions, 🧑‍💻 Mid-Tier Creator übernehmen, 🧠 LinkedIn baut den Algo um

Instagram testet Links in Captions (aber nicht für alle), Der Creator-Mittelstand treibt die nächste Phase der Creator Economy und LinkedIn baut seinen Algorithmus komplett um

Übrigens: Für das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch immer oben rechts auf “read online” zu klicken oder auf “Inhalte direkt laden” (Nur im E-Mail Postfach).

Hello Friends & willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters! Schön euch wieder (oder neu) hier zu haben 🫶 

Heute im Intro ausnahmsweise ein kleiner Promo-Versuch in eigener Sache.

Wir stehen kurz vor den 2000 aktiven Abonnenten. Um genau zu sein, sind wir bei genau 1961.

Wenn euch der Newsletter gefällt und ihr mich easy supporten wollt, würde ich mich mega freuen, wenn ihr entweder:

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Für besonders fleißige Referrals gibt es natürlich auch Belohnungen 🎁👀

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DANKE für euren ganzen Support!

Okay und nun legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Die heutige Ausgabe wird etwas Social-Media-lastiger als sonst – also Good News für alle Social-Verantwortlichen. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶

Die heutige Ausgabe hat 2122 Wörter. Du brauchst ungefähr 12 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛 

Die heutigen Themen:

(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)

Top Story #2

🧑‍💻 Mid-Tier Creator übernehmen. Und Brands folgen dem Geld.

Während viele immer noch auf die großen Influencer schauen, entwickelt sich gerade der Creator Mittelstand enorm weiter.

Eine neue Analyse von Digiday zeigt:
Die nächste Phase der Creator Economy wird von “Mid-Tier Creators” getrieben.

Also genau die Creator, die oft zwischen 10.000 und 500.000 Follower haben.

Warum gerade diese Creator gewinnen

Die klassischen “Top Creator” werden immer mehr zu Celebrities. Große Deals, hohe Preise, viel Reichweite.

Das Problem: Für viele Brands fühlt sich das zunehmend wie klassische Werbung an.

Mid-Tier Creator funktionieren anders.

Sie sind näher an ihrer Community, oft stärker in Nischen positioniert und bauen echte Beziehungen auf. Genau das zahlt sich aus:

👉 Mid-Tier Creator wachsen aktuell 10x schneller als große Creator im Commerce-Bereich
👉 Sie haben höhere Conversion Rates (6% vs. 5%)
👉 Und sie treiben messbar mehr Sales

Mid-Tier Creator bewegen sich also extrem stark im Performance-Marketing Bereich.

Gleichzeitig entsteht aber auch ein neues Ungleichgewicht

So spannend das Wachstum ist, so klar ist auch die Kehrseite.

👉 Die Top 10% der Creator kassieren 62% der gesamten Einnahmen
👉 Fast die Hälfte verdient unter 10.000 Dollar pro Jahr

Heißt: Die Creator Economy wächst, aber das Geld verteilt sich extrem ungleich.

Viele Mid-Tier Creator liefern Performance, werden aber noch nicht entsprechend bezahlt, so die Zahlen von CreatorIQ.

Quelle: Digiday // Eigene Darstellung

Was das für Marketing bedeutet

Immer mehr Companies bauen gezielt Programme für genau diese Creator-Gruppe auf.

Nicht mehr einzelne große Deals, sondern skalierbare Setups:

  • Affiliate-first Kooperationen

  • Creator Programme mit vielen kleinen Partnern

  • Langfristige Partnerschaften für mehr Vertrauen

  • Performance-basierte Vergütung statt Pauschal-Fees

Der Fokus verschiebt sich damit ziemlich klar:
Weg von “nur” Reichweite, hin zu Conversion, Vertrauen und Nähe zur Zielgruppe.

➡️ Für B2B- und Marketing-Teams ist das ziemlich relevant.

Denn genau dieses Modell lässt sich 1:1 in den B2B-Alltag übertragen:

  • LinkedIn Business-Creator mit kleiner, aber relevanter Audience

  • Newsletter Creator mit hoher Open Rate

  • Podcast Creator mit starker Community (eher für Awareness)

  • Nischen-Experten statt “großer Namen”

Wir bewegen uns also weg von einer Reichweiten-Frage, hinzu der Frage: Wer kann Verhalten verändern?

Und da sind Mid-Tier Creator oft deutlich stärker als gedacht.

👉️ Mehr dazu bei Digiday oder CreatorIQ

🍿 KI-Snacks

Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!

📊 Claude zeigt interaktive Charts direkt im Chat
Anthropic erweitert Claude um interaktive Visualisierungen direkt im Chat. Statt statischer Outputs generiert die KI Charts dynamisch und anpassbar on-the-fly – ein klarer Schritt Richtung „Data Analyst im Chat“ und deutlich flexibler als bisherige Lösungen. Mehr hier.

🎥 Sora kommt direkt in ChatGPT
OpenAI plant, seine Video-KI Sora direkt in ChatGPT zu integrieren. Nutzer sollen Videos mit Custom Characters, bis zu 20 Sekunden Länge und API-Workflows erstellen können. ChatGPT geht so einen weiteren Schritt hin zur All-in-One-Creation-Plattform. Mehr hier.

🤝 Microsoft + Anthropic launcht Copilot Cowork
Microsoft bringt mit Copilot Cowork ein neues Feature für M365, das Aufgaben autonom über mehrere Apps hinweg erledigt. Nutzer beschreiben nur das gewünschte Ergebnis, der Agent arbeitet eigenständig daran – ein großer Schritt in Richtung autonome Büroarbeit. Mehr hier.

🇪🇺 Yann LeCun sammelt 890 Mio. Euro für Ami Labs
KI-Pionier Yann LeCun hat mit seinem Startup Ami Labs rund 890 Mio. Euro eingesammelt – eine der größten Seed-Runden Europas. Ziel ist der Aufbau sogenannter Weltmodelle, die die Grenzen klassischer LLMs überwinden und langfristig eine alternative KI-Architektur etablieren sollen. Mehr hier.

🥑 Meta verschiebt KI-Modell „Avocado“
Meta verschiebt die Veröffentlichung seines neuen Foundation Models „Avocado“, weil die Leistung hinter Gemini, OpenAI und Anthropic zurückbleibt. Intern wird nun sogar diskutiert, externe Modelle zu lizenzieren und den bisherigen Open-Source-Ansatz zu überdenken. Mehr hier.

🇫🇷 Mistral Le Chat – Europas ChatGPT-Alternative im Test
Mistrals Chatbot Le Chat wird als europäische Alternative zu ChatGPT positioniert und zeigt im Alltag solide Performance bei Text, Coding und Recherche. Gleichzeitig zeigen Tests noch klare Schwächen bei komplexem Reasoning und Konsistenz – der Abstand zu US-Modellen bleibt spürbar, auch wenn Europa aufholt. Den ganzen Test gibts bei t3n. Mehr hier.

🏷️ „AI-free“ wird zum Label – aber ohne Standard
Immer mehr Organisationen entwickeln Labels für menschengemachte Inhalte (z.B. „Proudly Human", „No AI") – doch mindestens 8 konkurrierende Gruppen verfolgen unterschiedliche Definitionen, was Konsumenten eher verwirrt als aufklärt. Mehr hier.

🧠 KI-Paradox: Schneller arbeiten, mehr „Brain Fry“
Eine BCG/UC-Riverside-Studie mit 1.488 US-Arbeitnehmern zeigt: KI reduziert Burnout bei Routinetasks um 15 %, erzeugt aber bei 14 % der Nutzer „Brain Fry". Heißt mentale Erschöpfung durch ständigen Kontextwechsel und Validierungsdruck. Heißt die Produktivität steigt, aber auch die kognitive Belastung. Mehr hier.

What Else

🧠 LinkedIn baut seinen Algorithmus komplett um

LinkedIn stellt seinen Feed grundlegend um und setzt jetzt stärker auf LLMs und semantisches Verständnis. Statt nur vergangenes Engagement zu bewerten, versteht der Algorithmus jetzt besser, worum es in einem Post wirklich geht und spielt Inhalte gezielter an passende Zielgruppen aus.

Heißt: weniger Reichweite durch Timing & Hacks, mehr durch echte Relevanz und Expertise.

Gleichzeitig räumt LinkedIn mit ein paar Mythen auf:

  • Links,

  • Hashtags,

  • Frequent Publishing oder

  • Scheduling-Tools schaden deiner Reichweite nicht.

Stattdessen geht die Plattform aktiv gegen Engagement-Bait („Kommentiere YES“) und generischen Content vor. Der Fokus liegt klar auf: Value > Tactics.

Das predige ich btw. schon seit Ewigkeiten. Ein common Mythos ist ja auch, dass das nachträgliche Bearbeiten von Posts einen negativen Einfluss hat. Die Plattformen haben keinen Grund Funktionen anzubieten, die dann die Reichweite einschränken.

Für Marketer und Creator bedeutet das einen echten Shift: Reichweite entsteht weniger durch Tricks und mehr durch klare Positionierung, inhaltliche Tiefe und echte Diskussionen.

Das sind gute News vor allem für B2B. Expertise wird endlich wieder zum Wachstumstreiber. Und diese fehlt vor allem im deutschsprachigen LinkedIn-Feed noch häufig.

Kleiner Fun-Fact zum Schluss: Nach einer Studie von CreatorIQ, haben Creator mehr Angst vor Algorithmus-Änderungen als vor einem Burnout. Sie sehen plattformseitige Änderungen als größte Bedrohung. Noch vor dem Mangel an Brand Deals oder persönlicher Erschöpfung.

👉️ Mehr dazu bei Matt Navarra, SocialMediaToday oder ContentManager

🇪🇺 Europa bekommt eigenes Social Network mit Faktencheck

Mit eYou startet schon im Mai 2026 eine neue europäische Social-Plattform, die bewusst als Alternative zu Meta, TikTok oder X positioniert ist. Der Twist: Jeder Beitrag kann per Klick durch eine KI-Faktenprüfung eingeordnet werden – direkt in der App. Dazu kommen transparente Algorithmen, bei denen Nutzer sogar selbst beeinflussen können, was sie im Feed sehen.

Quelle: eYou // Eigene Darstellung

Das Startup hat bisher rund 300.000 € Pre-Seed Funding eingesammelt und setzt stark auf Themen wie Vertrauen, Transparenz und digitale Souveränität. Statt maximalem Engagement soll hier bewusst ein anderes Social-Modell entstehen – weniger Echo-Chamber, mehr Kontext.

Für Marketer spannend: Plattformen könnten sich künftig stärker über Brand Safety und Glaubwürdigkeit differenzieren – nicht nur über Reichweite.

Gleichzeitig zeigt eYou, wie ernst das Thema Abhängigkeit von US-Plattformen inzwischen ist.

⏳️ Übrigens könnt ihr euch auf der Webseite von eYou bereits auf die Warteliste schreiben lassen.

👉️ Mehr dazu bei Startbase und W&V (gated)

💸 Facebook lockt Creator mit garantierten Einnahmen

Facebook will auch einfach nicht aufgeben 🫠.

Das Social Media Netzwerk startet mit dem Creator Fast Track ein neues Programm, um Creator von TikTok, Instagram und YouTube auf die eigene Plattform zu ziehen – inklusive garantierter Payments und zusätzlicher Reichweite. Creator mit 100k+ Followern können bis zu 1.000 $ monatlich, größere Accounts sogar bis zu 3.000 $ verdienen. Und das alles allein fürs Posten von Reels in den ersten drei Monaten.

Quelle: Meta // Eigene Darstellung

Das Ganze ist Teil einer größeren Strategie: Facebook hat 2025 bereits rund 3 Milliarden Dollar an Creator ausgezahlt (+35 % YoY). Der Unterschied zu anderen Plattformen: Monetarisierung funktioniert hier nicht nur über Video, sondern auch über Posts, Fotos und Stories – also deutlich breiter.

Für Marketer spannend: Meta investiert massiv, um Creator langfristig an die Plattform zu binden. Mehr Creator = mehr Content = mehr Aufmerksamkeit = mehr Inventar für Ads. Die Creator Economy wird damit immer stärker zum strategischen Wachstumsmotor für Plattformen und auch als solches priorisiert.

👉️ Mehr dazu bei Meta oder CNBC

👋 That’s a wrap! 👋

So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!

Ich würde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafür auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.

Bis dahin GaliGrü und bis nächste Woche!

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