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🔗 Links in Captions, 🧑💻 Mid-Tier Creator übernehmen, 🧠 LinkedIn baut den Algo um
Instagram testet Links in Captions (aber nicht für alle), Der Creator-Mittelstand treibt die nächste Phase der Creator Economy und LinkedIn baut seinen Algorithmus komplett um
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Okay und nun legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Die heutige Ausgabe wird etwas Social-Media-lastiger als sonst – also Good News für alle Social-Verantwortlichen. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶
Die heutige Ausgabe hat 2122 Wörter. Du brauchst ungefähr 12 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛
⏰ Die heutigen Themen:
(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)
Top Story #1
🔗 Instagram testet Links in Captions – aber nicht für alle
Das ist eines dieser Features, auf das Marketer seit Jahren warten.
Instagram testet aktuell Links direkt in Post-Captions. Also genau das, was die Plattform eigentlich immer verhindern wollte.
Bisher galt: Link in Bio oder gar nicht.
Jetzt bewegt sich Meta. Aber natürlich nicht ohne Einschränkungen.
Der Test läuft aktuell nur für ausgewählte Nutzer von Meta Verified. Und selbst dort gibt es Limits: Creator können aktuell maximal 10 Links pro Monat in ihren Posts platzieren.

Quelle: itsatravelod auf Threads // Eigene Darstellung
Warum Instagram das plötzlich zulässt
Instagram-Chef Adam Mosseri hat lange argumentiert, dass Links die Plattform zu sehr in Richtung Publisher und weg von Creatorn verschieben würden.
Jetzt scheint sich diese Haltung zu verändern.
Ein Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein: Monetarisierung 🤑
Meta Verified entwickelt sich zu einem relevanten Revenue-Stream. Interne Zahlen deuten darauf hin, dass Meta inzwischen auf zig Millionen zahlende Nutzer kommt. Features wie Links in Captions sind ein ziemlich starker Hebel, um diesen Trend weiter zu pushen.
Und gleichzeitig entsteht ein neuer Anreiz für Creator:
➡️ Links werden plötzlich zur knappen Ressource.
Warum das für Brands spannend (und problematisch) ist
Der aktuelle Test ist bewusst eingeschränkt.
👉 Brands können die Funktion aktuell nicht selbst nutzen
👉 Nur Creator-Accounts (nicht Business-Accounts) haben Zugriff
👉 Links sind limitiert und damit indirekt monetarisierbar
Das führt zu einer interessanten Dynamik:
Wenn sich das Feature durchsetzt, könnten Creator zu neuen Gatekeepern für Traffic werden. Brands müssten dann verstärkt über Kooperationen gehen, um überhaupt klickbare Links im Feed zu platzieren.
Das würde Creator-Marketing nochmal deutlich stärker in Richtung Performance verschieben. Persönlich glaube ich aber nicht, dass sich Meta langfristig die zahlenden Brands entgehen lässt.
Gleichzeitig stellt sich eine strategische Frage für Instagram selbst:
Wie viele Links kann die Plattform zulassen, ohne ihren visuellen Charakter zu verlieren?
Was das für Marketing bedeutet
Sollte der Test ausgeweitet werden, hätte das spürbare Auswirkungen:
Weniger Reibung im Funnel (kein „Link in Bio“ mehr nötig)
Mehr messbare Performance direkt im Feed
Neue Monetarisierungsmöglichkeiten für Creator
Noch stärkere Abhängigkeit von Plattform-Regeln für Brands
Vor allem im B2B könnte das spannend werden. LinkedIn hat gezeigt, wie stark Content + Links zusammen funktionieren können. Instagram könnte hier zumindest teilweise nachziehen.
Die große offene Frage bleibt:
Bleibt das ein Creator-Feature oder wird es irgendwann auch für Brands geöffnet?
🗳️ Umfrage
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👉️ Mehr zum Thema gibts bei SocialMediaToday oder Petapixel
Top Story #2
🧑💻 Mid-Tier Creator übernehmen. Und Brands folgen dem Geld.
Während viele immer noch auf die großen Influencer schauen, entwickelt sich gerade der Creator Mittelstand enorm weiter.
Eine neue Analyse von Digiday zeigt:
Die nächste Phase der Creator Economy wird von “Mid-Tier Creators” getrieben.
Also genau die Creator, die oft zwischen 10.000 und 500.000 Follower haben.
Warum gerade diese Creator gewinnen
Die klassischen “Top Creator” werden immer mehr zu Celebrities. Große Deals, hohe Preise, viel Reichweite.
Das Problem: Für viele Brands fühlt sich das zunehmend wie klassische Werbung an.
Mid-Tier Creator funktionieren anders.
Sie sind näher an ihrer Community, oft stärker in Nischen positioniert und bauen echte Beziehungen auf. Genau das zahlt sich aus:
👉 Mid-Tier Creator wachsen aktuell 10x schneller als große Creator im Commerce-Bereich
👉 Sie haben höhere Conversion Rates (6% vs. 5%)
👉 Und sie treiben messbar mehr Sales
Mid-Tier Creator bewegen sich also extrem stark im Performance-Marketing Bereich.
Gleichzeitig entsteht aber auch ein neues Ungleichgewicht
So spannend das Wachstum ist, so klar ist auch die Kehrseite.
👉 Die Top 10% der Creator kassieren 62% der gesamten Einnahmen
👉 Fast die Hälfte verdient unter 10.000 Dollar pro Jahr
Heißt: Die Creator Economy wächst, aber das Geld verteilt sich extrem ungleich.
Viele Mid-Tier Creator liefern Performance, werden aber noch nicht entsprechend bezahlt, so die Zahlen von CreatorIQ.

Quelle: Digiday // Eigene Darstellung
Was das für Marketing bedeutet
Immer mehr Companies bauen gezielt Programme für genau diese Creator-Gruppe auf.
Nicht mehr einzelne große Deals, sondern skalierbare Setups:
Affiliate-first Kooperationen
Creator Programme mit vielen kleinen Partnern
Langfristige Partnerschaften für mehr Vertrauen
Performance-basierte Vergütung statt Pauschal-Fees
Der Fokus verschiebt sich damit ziemlich klar:
Weg von “nur” Reichweite, hin zu Conversion, Vertrauen und Nähe zur Zielgruppe.
➡️ Für B2B- und Marketing-Teams ist das ziemlich relevant.
Denn genau dieses Modell lässt sich 1:1 in den B2B-Alltag übertragen:
LinkedIn Business-Creator mit kleiner, aber relevanter Audience
Newsletter Creator mit hoher Open Rate
Podcast Creator mit starker Community (eher für Awareness)
Nischen-Experten statt “großer Namen”
Wir bewegen uns also weg von einer Reichweiten-Frage, hinzu der Frage: Wer kann Verhalten verändern?
Und da sind Mid-Tier Creator oft deutlich stärker als gedacht.
🍿 KI-Snacks
Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!
📊 Claude zeigt interaktive Charts direkt im Chat
Anthropic erweitert Claude um interaktive Visualisierungen direkt im Chat. Statt statischer Outputs generiert die KI Charts dynamisch und anpassbar on-the-fly – ein klarer Schritt Richtung „Data Analyst im Chat“ und deutlich flexibler als bisherige Lösungen. Mehr hier.
🎥 Sora kommt direkt in ChatGPT
OpenAI plant, seine Video-KI Sora direkt in ChatGPT zu integrieren. Nutzer sollen Videos mit Custom Characters, bis zu 20 Sekunden Länge und API-Workflows erstellen können. ChatGPT geht so einen weiteren Schritt hin zur All-in-One-Creation-Plattform. Mehr hier.
🤝 Microsoft + Anthropic launcht Copilot Cowork
Microsoft bringt mit Copilot Cowork ein neues Feature für M365, das Aufgaben autonom über mehrere Apps hinweg erledigt. Nutzer beschreiben nur das gewünschte Ergebnis, der Agent arbeitet eigenständig daran – ein großer Schritt in Richtung autonome Büroarbeit. Mehr hier.
🇪🇺 Yann LeCun sammelt 890 Mio. Euro für Ami Labs
KI-Pionier Yann LeCun hat mit seinem Startup Ami Labs rund 890 Mio. Euro eingesammelt – eine der größten Seed-Runden Europas. Ziel ist der Aufbau sogenannter Weltmodelle, die die Grenzen klassischer LLMs überwinden und langfristig eine alternative KI-Architektur etablieren sollen. Mehr hier.
🥑 Meta verschiebt KI-Modell „Avocado“
Meta verschiebt die Veröffentlichung seines neuen Foundation Models „Avocado“, weil die Leistung hinter Gemini, OpenAI und Anthropic zurückbleibt. Intern wird nun sogar diskutiert, externe Modelle zu lizenzieren und den bisherigen Open-Source-Ansatz zu überdenken. Mehr hier.
🇫🇷 Mistral Le Chat – Europas ChatGPT-Alternative im Test
Mistrals Chatbot Le Chat wird als europäische Alternative zu ChatGPT positioniert und zeigt im Alltag solide Performance bei Text, Coding und Recherche. Gleichzeitig zeigen Tests noch klare Schwächen bei komplexem Reasoning und Konsistenz – der Abstand zu US-Modellen bleibt spürbar, auch wenn Europa aufholt. Den ganzen Test gibts bei t3n. Mehr hier.
🏷️ „AI-free“ wird zum Label – aber ohne Standard
Immer mehr Organisationen entwickeln Labels für menschengemachte Inhalte (z.B. „Proudly Human", „No AI") – doch mindestens 8 konkurrierende Gruppen verfolgen unterschiedliche Definitionen, was Konsumenten eher verwirrt als aufklärt. Mehr hier.
🧠 KI-Paradox: Schneller arbeiten, mehr „Brain Fry“
Eine BCG/UC-Riverside-Studie mit 1.488 US-Arbeitnehmern zeigt: KI reduziert Burnout bei Routinetasks um 15 %, erzeugt aber bei 14 % der Nutzer „Brain Fry". Heißt mentale Erschöpfung durch ständigen Kontextwechsel und Validierungsdruck. Heißt die Produktivität steigt, aber auch die kognitive Belastung. Mehr hier.
What Else
🧠 LinkedIn baut seinen Algorithmus komplett um
LinkedIn stellt seinen Feed grundlegend um und setzt jetzt stärker auf LLMs und semantisches Verständnis. Statt nur vergangenes Engagement zu bewerten, versteht der Algorithmus jetzt besser, worum es in einem Post wirklich geht und spielt Inhalte gezielter an passende Zielgruppen aus.
Heißt: weniger Reichweite durch Timing & Hacks, mehr durch echte Relevanz und Expertise.
Gleichzeitig räumt LinkedIn mit ein paar Mythen auf:
Links,
Hashtags,
Frequent Publishing oder
Scheduling-Tools schaden deiner Reichweite nicht.
Stattdessen geht die Plattform aktiv gegen Engagement-Bait („Kommentiere YES“) und generischen Content vor. Der Fokus liegt klar auf: Value > Tactics.
Das predige ich btw. schon seit Ewigkeiten. Ein common Mythos ist ja auch, dass das nachträgliche Bearbeiten von Posts einen negativen Einfluss hat. Die Plattformen haben keinen Grund Funktionen anzubieten, die dann die Reichweite einschränken.
Für Marketer und Creator bedeutet das einen echten Shift: Reichweite entsteht weniger durch Tricks und mehr durch klare Positionierung, inhaltliche Tiefe und echte Diskussionen.
Das sind gute News vor allem für B2B. Expertise wird endlich wieder zum Wachstumstreiber. Und diese fehlt vor allem im deutschsprachigen LinkedIn-Feed noch häufig.
Kleiner Fun-Fact zum Schluss: Nach einer Studie von CreatorIQ, haben Creator mehr Angst vor Algorithmus-Änderungen als vor einem Burnout. Sie sehen plattformseitige Änderungen als größte Bedrohung. Noch vor dem Mangel an Brand Deals oder persönlicher Erschöpfung.
👉️ Mehr dazu bei Matt Navarra, SocialMediaToday oder ContentManager
💸 Facebook lockt Creator mit garantierten Einnahmen
Facebook will auch einfach nicht aufgeben 🫠.
Das Social Media Netzwerk startet mit dem Creator Fast Track ein neues Programm, um Creator von TikTok, Instagram und YouTube auf die eigene Plattform zu ziehen – inklusive garantierter Payments und zusätzlicher Reichweite. Creator mit 100k+ Followern können bis zu 1.000 $ monatlich, größere Accounts sogar bis zu 3.000 $ verdienen. Und das alles allein fürs Posten von Reels in den ersten drei Monaten.

Quelle: Meta // Eigene Darstellung
Das Ganze ist Teil einer größeren Strategie: Facebook hat 2025 bereits rund 3 Milliarden Dollar an Creator ausgezahlt (+35 % YoY). Der Unterschied zu anderen Plattformen: Monetarisierung funktioniert hier nicht nur über Video, sondern auch über Posts, Fotos und Stories – also deutlich breiter.
Für Marketer spannend: Meta investiert massiv, um Creator langfristig an die Plattform zu binden. Mehr Creator = mehr Content = mehr Aufmerksamkeit = mehr Inventar für Ads. Die Creator Economy wird damit immer stärker zum strategischen Wachstumsmotor für Plattformen und auch als solches priorisiert.
👋 That’s a wrap! 👋
So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!
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Bis dahin GaliGrü und bis nächste Woche!
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