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🔎 AI Overviews in Deutschland, 📊 Meta ändert Ad-Metriken, 📱 IG Updates
Wie steht es um die Klickrate in Deutschland durch AI-Overviews, Meta ändert wichtige Ad-Metriken und macht diese Vergleichbarer und 49% der Konsumenten nutzen TikTok als Suchmaschine.
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Hellooo Friends & willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters! Schön, euch wieder (oder neu) am Start zu haben! 🤩
Bevor wir mit der heutigen Ausgabe starten, lasst uns nochmal kurz einen Blick in die Internet-Ecke werfen. Das Interwebs ist diese Woche steil gegangen, weil McDonald’s CEO Chris Kempczinski wohl den schlechtesten Taste-Test eines neuen Burgers aller Zeiten gemacht hat 👇️
Kempczinski nannte den neuen Burger ein „Produkt“ und insgesamt wirkt der Clip so corporate, wie ein Clip nur wirken kann. Außerdem beißt er recht widerwillig mit dem kleinsten Biss vom größten McDonald’s-Burger ever ab.
Alles andere als geiles Marketing. Aber hey … der Clip ging viral und das ganze Internet (Reddit / TheGuardian) spricht über das neue „Produkt“ bzw. über das Video. Wenn man sich die alten Videos des CEOs anschaut, glaube ich allerdings nicht, dass die Marketing-Abteilung das genau so beabsichtigt hat. But who knows …
Fakt ist: Der Burger ist in den letzten Tagen so oft auf den Timelines der Menschen gelandet, dass der eine oder andere wohlmöglich mit dem Gedanken spielt, den „Big Arch“ mal zu probieren.
Nagut, lassen wir Burger mal Burger sein und legen los mit den neusten News aus Marketing, KI, Tech und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶
Die heutige Ausgabe hat 2143 Wörter. Du brauchst ungefähr 11 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛
⏰ Die heutigen Themen:
(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)
Top Story
🔎 AI Overviews in Deutschland: Wie steht es um die Klickrate?
Wir reden hier im Newsletter seit Monaten über GEO, AEO, AI Overviews und die Zero-Click Reality der Suche. Vieles davon basierte bisher auf Beobachtungen, internationalen Studien oder ersten US-Daten.
Jetzt gibt es endlich eine große Analyse für Deutschland.
Das SEO-Tool SISTRIX hat mehr als 100 Millionen Keywords untersucht und gemessen, wie sich Googles AI Overviews auf die Klickraten in Deutschland auswirken. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich und liefern erstmals belastbare Zahlen für den deutschen Markt.
💡 Zur Erinnerung: Was sind Googles AI-Overviews?
AI Overviews funktionieren im Grunde wie eine große Sammlung an zusammengefassten Quellen. Google fasst mehrere Quellen zusammen, liefert eine fertige Antwort und reduziert damit den Bedarf, überhaupt noch auf eine Website zu klicken. Wenn ich nach meinem Newsletter suche, sieht das zum Beispiel so aus:

Quelle: Google Suchanfrage // Eigene Darstellung
AI Overviews sind längst kein Randphänomen mehr
Laut SISTRIX erscheinen AI Overviews mittlerweile bei rund 20 % aller Keywords in Deutschland. In fast 79 % der Fälle stehen sie ganz oben auf der Seite, noch vor den organischen Ergebnissen.

Quelle: SISTRIX // Eigene Darstellung
Das ist wichtig, weil sich damit die gesamte Logik der Suchergebnisse verschiebt. Die KI-Antwort wird zur ersten Information, die Nutzer sehen. Die klassischen Rankings rutschen darunter.
Für Nutzer ist das bequem.
Für Websites, die von organischem Traffic leben, ist es ein strukturelles Problem.
Die Klickrate auf Platz 1 bricht massiv ein
Der größte Effekt zeigt sich auf der wichtigsten Position der gesamten Suche: Platz 1.
Normalerweise klicken rund 27 % der Nutzer auf das erste Suchergebnis. Sobald eine AI Overview erscheint, sinkt diese Klickrate laut SISTRIX auf nur noch 11 %.

Das entspricht einem Verlust von fast 60 % der Klicks für das Top-Ranking. Sparktoro hatte zusätzlich in einer Studie von 2024 herausgefunden, dass 60% aller EU Google-Suchanfragen ohne einen Klick enden.
Auch die weiteren Positionen verlieren Traffic. Über alle organischen Ergebnisse hinweg liegen die Klickraten bei Suchanfragen mit AI Overview etwa 25–30 % unter normalen Suchergebnissen.
In der Summe bedeutet das laut SISTRIX:
👉️ 265 Millionen verlorene organische Klicks pro Monat in Deutschland 👈️
Der durchschnittliche Verlust über alle Keywords hinweg liegt bei etwa 6,6 %. Das klingt zunächst moderat, misst aber die Realität, dass die Auswirkungen extrem ungleich verteilt sind.
Besonders betroffen sind informative Inhalte
Die größten Verlierer sind Websites, die Fragen beantworten.
Gesundheitsportale, Ratgeberseiten oder thematische Wissensseiten verlieren teilweise über 20 % ihres organischen Traffics.
Das Muster dahinter ist relativ klar: Je stärker eine Suchanfrage darauf abzielt, eine einfache Information zu bekommen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Google diese Antwort selbst liefert.
Bei transaktionalen Suchen sieht es anders aus. Ein Online-Shop kann weiterhin schwer durch eine KI-Antwort ersetzt werden. Ein Artikel mit dem Titel „Was ist X?“ dagegen schon.
Willkommen in der Zero-Click Reality der Suche
Diese Entwicklung passt ziemlich gut zu einem größeren Trend, über den wir ebenfalls in der Vergangenheit bereits geredet haben: Die Suche bewegt sich immer stärker in Richtung Zero-Click.
Die Logik dahinter ist simpel: Plattformen wollen Nutzer möglichst lange im eigenen Ökosystem halten. Jede Antwort, die direkt auf der Suchseite gegeben wird, reduziert die Notwendigkeit, externe Websites zu besuchen. Die Suche wird damit immer stärker zu einer Antwortmaschine statt zu einem Navigationssystem.
Die Konsequenz ist nicht nur weniger Traffic. Es verändert auch die Bedeutung von Sichtbarkeit. Früher bedeutete ein Top-Ranking automatisch Besucher. Heute kann eine Marke sichtbar sein, ohne dass ein Klick folgt.
Warum das besonders für B2B relevant ist
Für viele B2B-Unternehmen basiert ein großer Teil der Content-Strategie auf genau diesen informationalen Suchanfragen.
👉️ Definitionen
👉️ How-to-Guides
👉️ Ratgeber
👉️ Vergleichsartikel
👉️ Fallstudien
Diese Inhalte haben jahrelang zuverlässig Traffic generiert und oft den Einstieg in den Funnel geliefert. Genau diese Art von Content steht jetzt am stärksten unter Druck.
Die SISTRIX-Analyse zeigt vor allem eines: Der Wettbewerb findet nicht mehr nur um Rankings statt, sondern um Erwähnungen in den Antworten selbst.
Für B2B-Teams ergeben sich daraus mehrere Konsequenzen:
✅ Analysiere Keywords nicht mehr nur nach Suchvolumen, sondern danach, ob AI Overviews erscheinen
✅ Optimiere Inhalte auf Zitierfähigkeit, nicht nur auf Ranking
✅ Baue Markenautorität auf, damit deine Inhalte als Quelle in AI-Antworten erscheinen
✅ Diversifiziere Traffic-Quellen über Newsletter, Communities und Social Distribution
✅ Bewerte Content stärker nach Einfluss auf Pipeline, nicht nur nach Traffic
Gleichzeitig sind das aber auch gute News: All das ist für SEO-Experten und -Expertinnen nichts Neues. All diese Dinge waren auch zuvor wichtig. Nur die Prio und Zielsetzung verändert sich durch den Einfluss von KI. Wer schon lange ein stabiles SEO-Game vorzuweisen hatte, profitiert auch in diesem Umfeld davon.
Für Marketing bedeutet das vor allem eines: Sichtbarkeit bleibt wichtig. Aber der Weg vom Sichtbarsein zum Besuch wird länger.
👉️ Schaut euch auf jeden Fall einmal die ganze Studie von SISTRIX hier an.
🍿 KI-Snacks
Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!
🇺🇸 Pentagon vs. Anthropic: Trump verbannt Claude aus US-Behörden
Die US-Regierung hat Anthropic-Tools wie Claude aus Bundesbehörden verbannt, nachdem das Unternehmen sich weigerte, Schutzmechanismen für autonome Waffen und Massenüberwachung zu lockern. Verteidigungsministerium und Behörden wechseln nun zu Alternativen wie OpenAI-Modellen. Der Konflikt zeigt erstmals offen, wie stark KI-Ethik und nationale Sicherheitsinteressen kollidieren. Mehr hier.
🌍 USA instruieren Diplomaten gegen Datensouveränität
Die US-Regierung weist ihre Diplomaten weltweit an, aktiv gegen Datenlokalisierungs- und Datensouveränitäts-Gesetze anderer Länder vorzugehen. Ziel ist es, Regelungen zu bekämpfen, die internationale Datentransfers – etwa in die USA – einschränken könnten, darunter auch europäische Datenschutzinitiativen. Kritiker sehen darin eine geopolitische Offensive zugunsten amerikanischer Tech-Konzerne. Mehr hier.
🖼️ Google launcht Nano Banana 2
Google bringt mit Nano Banana 2 (Gemini 3.1 Flash Image) eine neue Bild-KI an den Start. Das Modell generiert Bilder mit höherer Präzision, besserer Textdarstellung und konsistenten Charakteren über mehrere Szenen hinweg. Zudem unterstützt es Auflösungen bis 4K und wird direkt in Gemini-Apps und andere Google-Tools integriert. Mehr hier.
🔄 Claude erleichtert Wechsel von ChatGPT
Anthropic versucht gezielt ChatGPT-Nutzer zu gewinnen. Claude bietet jetzt kostenlosen Import von ChatGPT-Memory-Daten, sodass persönliche Präferenzen direkt übertragen werden können. Zusätzlich bekommt Claude Code einen Voice-Mode, der Programmier-Workflows per Sprache ermöglicht. Mehr hier.
🤖 Microsoft testet „Copilot Tasks“
Microsoft arbeitet an Copilot Tasks, einem agentischen Assistenten, der komplette Aufgaben autonom erledigt. Der Agent kann beispielsweise Termine organisieren, Abos verwalten oder Events planen – von der Location-Suche bis zum Versand von Einladungen. Ziel ist ein Copilot, der nicht nur antwortet, sondern selbstständig handelt. Mehr hier.
🧑💻 Perplexity Computer: Multi-Modell-Agent
Perplexity arbeitet an einem Agenten namens Perplexity Computer, der mehrere Frontier-Modelle parallel nutzt – darunter Claude, Gemini, GPT und Grok. Der Agent soll komplexe Workflows planen und über längere Zeit eigenständig ausführen, etwa als digitaler Mitarbeiter für Wissensarbeit. Mehr hier.
💼 4.000 Jobs bei Block wegen KI gestrichen
Fintech-Konzern Block (von Twitter-Gründer Jack Dorsey) baut rund 4.000 Stellen ab – fast die Hälfte der Belegschaft. Laut Management ersetzen KI-Tools zunehmend Aufgaben, wodurch weniger Personal benötigt wird. Die Börse reagierte extrem positiv darauf und ließ die Aktie zulegen. Mehr hier.
🇩🇪 Studie: 440 Mrd. € KI-Potenzial für Deutschland
Eine IW-Studie sieht bis 2034 rund 440 Milliarden € zusätzliche Wertschöpfung durch KI in Deutschland. Ein Teil stammt aus Innovationen, der größere Anteil aus Produktivitätsgewinnen. Parallel baut Google seine KI-Aktivitäten im Land aus und investiert Milliarden in Infrastruktur und Forschung. Mehr hier.
What Else
📊 Meta ändert wichtige Ad-Metriken
Meta passt seine Attributionslogik für Ads an und sorgt damit für mehr Klarheit im Reporting. Bisher wurden bei „Link Clicks“ auch Interaktionen wie Likes, Shares oder Saves mitgezählt. Künftig zählen hier nur noch echte Klicks auf Links, was die Zahlen deutlich besser mit Tools wie Google Analytics vergleichbar machen soll.
Die bisherigen Social-Interaktionen verschwinden aber nicht aus der Analyse. Sie werden künftig unter einer eigenen Kategorie geführt: „Engage-Through Attribution“ (ehemals „Engaged View“). Zusätzlich senkt Meta die Schwelle für einen engagierten Video-View von 10 auf 5 Sekunden, da viele Conversions – besonders bei Reels – bereits sehr früh im Video passieren.
Hier eine Übersicht über die neue Attribution-Logik:

Quelle: SocialMediaToday // Eigene Darstellung
Für Marketer bedeutet das vor allem eines: Meta trennt echten Traffic und Social Engagement stärker voneinander.Kampagnen lassen sich dadurch sauberer mit externen Analytics-Tools vergleichen – auch wenn einige Ads im Meta-Reporting künftig plötzlich weniger „Clicks“ haben könnten.
👉️ Mehr dazu auf SocialMediaToday und OnlineMarketing
🤳 49 % der Konsumenten suchen auf TikTok
TikTok wird immer stärker zur Suchmaschine: Laut einer neuen Adobe-Studie nutzen 49 % der US-Konsumenten die Plattform mittlerweile für Suchanfragen. Ein deutlicher Anstieg gegenüber 41 % im Jahr 2024.
Besonders gefragt sind Themen wie Rezepte, Beauty-Tipps oder Restaurant-Empfehlungen, bei denen visuelle Inhalte einen klaren Vorteil haben.

Quelle: Adobe // Eigene Darstellung
Der Grund: Nutzende bevorzugen Short-Form-Video, Storytelling und Tutorials, die Informationen schneller vermitteln als klassische Textresultate. Trotzdem ersetzt TikTok Google nicht: 85 % der Befragten nennen Google weiterhin als vertrauenswürdigste Informationsquelle.
Für Marketer zeigt sich damit ein klarer Trend: Search verteilt sich zunehmend auf mehrere Plattformen. Neben Google gehören heute auch TikTok, YouTube, Reddit und KI-Tools zur Discovery-Journey. Insbesondere bei visuellen oder produktnahen Themen.
👉️ Mehr dazu bei Adobe oder TheKeyword
📱 Instagram baut weiter an Reels, Creator Tools & Stories
Instagram hat abgeliefert diese Woche. Daher hier einmal die wichtigsten Updates kurz zusammengefasst.
Zum einen testet die Plattform ein neues Feed-Design mit stärkerem Fokus auf Reels. In ersten Tests würde die App direkt im Reels-Feed öffnen und Nutzern zusätzliche Feed-Optionen wie Following, Friends, Latest oder Saved bieten. Der Hintergrund: Schon heute entfällt rund die Hälfte der Instagram-Nutzungszeit auf Reels, was den strategischen Fokus auf Short-Video weiter verstärkt. 👉️ Mehr dazu hier.
Parallel öffnet Instagram wichtige Creator-Tools für alle öffentlichen Accounts. Funktionen wie Insights-Dashboard, Content-Scheduling oder Zugriff auf Trending Audio sind künftig nicht mehr nur im Professional Mode verfügbar. Damit will Instagram vor allem kleineren Creatorn helfen, schneller zu wachsen und früher Zugang zu wichtigen Performance-Daten zu bekommen. 👉️ Mehr dazu hier.
Auch am Profil selbst wird geschraubt: Mit der Funktion „Vorschau anpassen“ können Nutzer jetzt die Grid-Thumbnails einzelner Posts per Zoom neu zuschneiden und so ihrem Profil einen neuen Look geben. 👉️ Mehr dazu hier.
Gleichzeitig testet Instagram ein mögliches neues Story-Format namens „Secret Friends“, das Inhalte exklusiver wirken lassen soll – selbst wenn sie am Ende ein großes Publikum sehen. 👉️ Mehr dazu hier.
👋 That’s a wrap! 👋
So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!
Ich würde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafür auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.
Bis dahin GaliGrü und bis nächste Woche!
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