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Marketing Friends!! Willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters. Schön euch wieder (oder neu) hier zu sehen!

Bevor wir starten habe ich heute tatsächlich etwas zu VERSCHENKEN! Yey 🥳

Am 30. Juni 2026 findet der Business Creator Summit (BCS) in Berlin statt. Dafür habe ich vom BCS-Team 2 Karten bekommen, die ich an meine Community vergeben darf. YES IHR SEID GEMEINT. Für gewöhnlich kostet das Regular-Ticket 249€.

👉 Schreibt mir bis spätestens Sonntag Abend in 3-5 kurzen Sätzen, warum ihr auf dem BCS dabei sein wollt. Ich wähle dann am Montag zwei Personen aus, die eine Karte zugesendet bekommen. Antwortet mir dafür einfach auf diese Email oder schreibt direkt an >[email protected]<. Bitte bedenkt, dass der BCS in Berlin stattfindet und ihr euch um Anreise und Hotel selbst kümmern müsst. Nehmt also bitte nur Teil, wenn ihr auch wirklich vor Ort sein könnt.

Ich werde auch vor Ort sein und würde mich freuen, den einen oder die andere vor Ort zu treffen! Und ihr könnt euch auch auf spannende Panels freuen. Unter anderem diese zwei mit mir:

Okay genug gelabert. Legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶

Die heutige Ausgabe hat 2096 Wörter. Du brauchst ungefähr 10 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛

Die heutigen Themen:

(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)

Top Story

🤝 LinkedIn macht Creator-Deals zum offiziellen Werbekanal

LinkedIn ist bullish auf Creator so wie es aussieht.

Witzigerweise habe ich erst gestern ein Webinar zum Thema B2B-Creator gehalten und schon haut LinkedIn ein Update raus, was das ganze nochmal interessanter macht (hallo an alle neuen Abonnenten aus dem Webinar 👋)

Bisher liefen B2B-Creator-Kooperationen auf LinkedIn so: DM schreiben, Preis verhandeln, Handschlagdeal, Excel-Liste pflegen. Die Suche nach Creatorn lief mindestens genauso manuell.

Damit soll jetzt Schluss sein. Zumindest stellt LinkedIn sich das so vor.

Die B2B-Plattform hat diese Woche ihren ersten Creator Marketplace gelauncht, direkt im Campaign Manager.

LinkedIn baut seit Jahren am Creator-Ökosystem (BrandLink, Top Voices 360, Advice Sessions), aber für Brands gab es nie einen offiziellen Weg, diese Creator zu finden und zu buchen. Jetzt soll sich das ändern.

🔍 So funktioniert der Marketplace

Marketer suchen Creator nach Themen und sehen Creator Cards mit Followern, Post-Volumen, Engagement und aktuellen Content-Beispielen. Wer tiefer einsteigen will, klickt auf "Creator Insights": Dort gibt es Impressions, Engagement und die Audience-Demografie nach Branche, Jobtitel und Standort.

Das ist der eigentliche Gamewinner für B2B. Du siehst vor dem Deal, ob die Audience eines Creators wirklich aus Entscheidern deiner Zielbranche besteht.

Wichtig: Creator müssen aktiv zustimmen, dass ihre Daten sichtbar sind, und behalten die Kontrolle über jede Anfrage. Bezahlfunktionen sollen folgen, inklusive eigenem Monetization-Tab im Creator-Profil.

🌍 Warum erst jetzt?

LinkedIn ist mit dem Schritt spät dran. TikTok hat seinen Creator Marketplace 2019 gestartet, YouTube BrandConnect kam 2020, Snapchat 2021, Instagram rollte 2024 global aus. Alles aber sehr B2C lastig.

Im B2B-Bereich blieb Creator Discovery dagegen Handarbeit. LinkedIn hatte nie eine API, an die Creator-Marketing-Tools andocken konnten. Genau diese Lücke soll der Marketplace schließen.

Die Nachfrage ist längst da:

  • Laut LinkedIns B2B Marketing Benchmark nutzen 55 % der B2B-Marketer bereits Creator Marketing auf LinkedIn,

  • weitere 29 % planen den Einstieg im nächsten Jahr.

  • Und 82 % sagen, dass Creator die Glaubwürdigkeit bei Entscheidern erhöhen.

🇩🇪 Und wann kommt das zu uns?

Aktuell ist der Marketplace in der Alpha. Heißt nur ausgewählte Brands und Creator in Nordamerika haben Zugriff auf die bisher ausschließlich englischsprachigen Inhalte. Einen Zeitplan für weitere Märkte gibt es noch nicht.

Ein deutsches Lebenszeichen gibt es trotzdem: Tech-Influencerin Lara Sophie Bothur ist aktuell die einzige Creatorin außerhalb der USA mit Zugang und begleitet die Entwicklung gemeinsam mit LinkedIn. Ich werte das als Signal, dass der DACH-Markt bei der Expansion weit oben auf der Liste steht.

🤔 Wir haben ein Angebot Problem

Bisher ist sich die Experten-Szene noch uneinig, ob das Ding wirklich abhebt. Collectively-CIO Natalie Silverstein sieht einen echten Pain Point gelöst, weil B2B-Creator deutlich mehr Nischen abdecken als Lifestyle-Creator und ein dediziertes Discovery-Tool hier echten Nutzen hat.

Jess Phillips von The Social Standard hält dagegen: B2B-Creator sind oft fest angestellte Profis, die kaum auf LinkedIn sitzen und auf schnelle Deals warten. Ihr Kommentar dazu: "This isn't TikTok."

Und da liegt aus meiner Sicht das eigentliche Problem. Der Engpass im B2B-Creator-Marketing war nie die Suche, sondern das Angebot. Es gibt schlicht zu wenige aktive B2B-Creator mit relevanter Audience. Ein Marktplatz macht die wenigen guten Stimmen sichtbarer und damit vermutlich auch teurer. Möglicherweise motiviert es aber auch mehr Menschen den B2B-Creator-Weg auf LinkedIn zu gehen. We will See.

Für Marketer & Brands heißt das:

  1. Eigene Stimmen aufbauen. Wenn der Marketplace nach DACH kommt, konkurrieren alle um dieselben etablierten Creator. Wer bis dahin interne Experten als Creator entwickelt hat, ist fein raus.

  2. Budget-Argumentation vorbereiten. Die Benchmark-Zahlen oben sind deine Munition fürs nächste Planning-Meeting.

  3. LinkedIn BrandLink heute schon testen. Das Tool ist global verfügbar und ein Einstieg ins LinkedIn-Creator-Game. Auch Thought Leader Ads sind ein guter Creator-Einstieg auf LinkedIn.

  4. Hype-Bremse drin lassen. Es handelt sich um eine Alpha-Phase, nur Englisch, nur Nordamerika. Beobachten reicht erstmal.

👉️ Mehr dazu findet ihr im LinkedIn Presseroom, im Artikel von Sam Corrao Clanon, auf Digiday oder im Handelsblatt

🍿 KI-Snacks

Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!

🔓 Anthropic launcht Claude Fable 5 / Mythos 5
Claude Fable 5 ist Anthropics erstes öffentlich verfügbares Modell der Mythos-Klasse, ab sofort in allen Claude-Abos bis 22. Juni kostenfrei. Auf SWE-Bench Pro erzielt es 80,3 %. GPT-5.5 kommt auf 58,6 %, Gemini 3.1 Pro auf 54,2 %. Sensible Anfragen zu Themen wie Cybersecurity oder Biologie werden weiterhin an Opus 4.8 weitergeleitet. Mehr hier.

🦸 OpenAI baut ChatGPT zur Superapp um
ChatGPT, Codex und der Atlas-Browser werden in den nächsten Wochen zu einer einzigen Desktop-App zusammengelegt. Hintergrund ist klarer Druck aus Richtung Anthropic: Claude Code hat bis Februar bereits 2,5 Milliarden Dollar annualisierten Umsatz erreicht. 2 Millionen Business-Kunden machen schon 40 % von OpenAIs Erlösen aus, bis Ende 2026 soll es 50 sein. Mehr hier.

🌍 Gemini 3.5 Live Translate: 70 Sprachen, Echtzeit
Google hat ein neues Sprachmodell veröffentlicht, das Gespräche nahezu in Echtzeit in über 70 Sprachen übersetzt und dabei Tonfall, Tempo und Stimmhöhe der sprechenden Person beibehält. In Google Meet werden damit über 2.000 Sprachkombinationen möglich, vorher waren es fünf. Mehr hier.

📊 ChatGPT kann jetzt Diagramme direkt im Chat
OpenAI hat interaktive Charts in ChatGPT eingeführt: Bar-, Linien-, Torten- und Scatterplot-Diagramme erscheinen direkt im Gesprächsverlauf, ohne Export in ein externes Tool. Dazu kommen ein Inhaltsverzeichnis für lange Chats und ein Vollbild-Modus für längere Texte. Mehr hier.

⚛️ Microsoft halbiert Zeitplan für Quantencomputer
Microsoft hat Majorana 2 vorgestellt, einen topologischen Quantenchip mit 1.000-fach zuverlässigeren Qubits. Entwickelt wurde er mit der eigenen KI-Agentenplattform Microsoft Discovery, die Messvorgänge automatisiert, für die Teams zuvor wochenlang gebraucht hätten. Ziel: skalierbarer Quantencomputer bis 2029. Mehr hier.

🇩🇪 Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt KI
Laut einer aktuellen Ifo-Studie setzen 54,4 % der deutschen Unternehmen inzwischen KI-Software ein, vor einem Jahr waren es noch 40,9 %. Bei Großunternehmen liegt der Anteil bereits bei 67,2 %, kleine und mittlere Firmen ziehen nach. Am häufigsten eingesetzt wird KI in Verwaltung, Datenanalyse und Programmierung. Mehr hier.

What Else

📲 Instagram Grid-Update: Reihenfolge ändern und bald mehr Tracking

Instagram hat eines der meistgewünschten Features ausgerollt: Ihr könnt eure Profil-Posts jetzt in beliebiger Reihenfolge anordnen. Einfach einen Post gedrückt halten, „Grid neu anordnen" wählen, fertig.

👉 Wie genau das funktioniert seht ihr hier im Video (spult ein wenig vor):

Instagram post

Gleichzeitig testet Meta, Off-Site-Aktivitäten der Nutzer für die Feed-Personalisierung zu verwenden. Welche Websites jemand besucht hat, fließt dann in den Algorithmus und die KI-Antworten ein. Für Advertiser bedeutet das präziseres Targeting. Für alle ohne Meta-Pixel wird die organische Reichweite noch schwerer vorherzusagen. 👉 Mehr dazu bei Social Media Today.

Für Marketer heißt das: Das Grid-Update ist ein schönes Feature, aber auch wirklich nichts weltbewegendes. Profile werden kaum noch besucht, weil der Algo Videos ausspielt ohne dass User folgen müssen. Wer das Grid trotzdem aufräumt, tut das für den ersten Eindruck, but thats it.

📊 LinkedIn zeigt jetzt, wen ihr wirklich erreicht

LinkedIn hat eine neue Metrik in die Creator Analytics eingebaut: die Aufschlüsselung in In-Network- und Out-of-Network-Reichweite.

Ihr seht also, wie viel Prozent eurer Impressionen aus eurem eigenen Netzwerk kommen und wie viel von außerhalb. Laut LinkedIn hilft das dabei zu verstehen, ob ihr ein Discovery-Problem habt oder ein Conversion-Problem.

Quelle: Sam Corrao Clanon auf LinkedIn // Eigene Darstellung

Hohe Out-of-Network-Reichweite ohne Followerzuwachs deutet auf schwaches Profil-Positioning hin. Kaum Out-of-Network-Reichweite deutet auf Content hin, der die eigenen Bubble nicht verlässt.

Für Marketer heißt das: Wer bisher nur Impressionen und Engagement-Rates betrachtet hat, bekommt jetzt eine deutlich ehrlichere Diagnose seiner LinkedIn-Präsenz. Besonders interessant finde ich, diese Insights auch bei möglichen Creator-Partnerschaften abzufragen.

👉️ Mehr dazu bei OnlineMarketing

🤖 Reuters und Time sperren KI-Crawler standardmäßig aus

Reuters und Time haben ihre Bot-Strategie umgekehrt: Statt KI-Crawler per Default zuzulassen, blockieren sie jetzt alle und geben nur noch gelisteten Bots Zugang.

Reuters berichtet, dass der eigene Traffic trotzdem stabil geblieben ist, während die Kosten für Bot-Traffic gesunken sind.

Das Modell zeigt: Wer Inhalte hat, die KI-Unternehmen brauchen, muss sie nicht gratis hergeben.

Für Marketer heißt das: Das betrifft zunächst erstmal nur Publisher. Mittelfristig aber auch alle, die Content-Sichtbarkeit in KI-Suchen anstreben. Wer von ChatGPT oder Claude zitiert werden will, muss sicherstellen, dass seine Seite überhaupt gecrawlt werden darf.

👉️ Mehr dazu beim Search Engine Journal & Digiday

📌 Job- & Event-Board

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17.–18. Juni · Köln
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30. Juni · Berlin
Ich bin auch vor Ort & mit dabei in 2 Panels :)
Business Creator Summit 2026Tickets →
 
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👋 That’s a wrap! 👋

So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!

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