This website uses cookies

Read our Privacy policy and Terms of use for more information.

In partnership with

💡 Übrigens: Für das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch immer oben rechts auf “read online” zu klicken oder auf “Inhalte direkt laden” (Nur im E-Mail Postfach).

Hello Friends & willkommen zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters!

Es ist FEIERTAG (für mich in BaWü)! Yeey 🥳

Ich freue mich umso mehr, alle hier zu sehen, die diese Woche noch etwas länger durchhalten müssen oder sich sogar an ihrem freien Tag die Chance nicht nehmen lassen, reinzulesen. Liebe geht raus!

Bevor wir starten: Ich habe ganz unten nach den What Else Stories, eine neue Kategorie für den Newsletter hinzugefügt: ein Job- & Event-Board für Marketer (hier).

Ich plane, ab sofort jede Woche dort interessante Jobs und Events hinzuzufügen. Außerdem ermögliche ich es euch, eure Job-Openings darin zu platzieren. Mehr Informationen dazu findet ihr weiter unten.

Okay genug geredet, legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶

Die heutige Ausgabe hat 2256 Wörter. Du brauchst ungefähr 12 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛

Die heutigen Themen:

(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)

Top Story

🔙 KI Slop frisst Vertrauen: Was jeder kann, bringt nichts mehr

Merriam-Webster hat "slop" zum Word of the Year 2025 gewählt. Das Wort steht für minderwertigen, massenproduzierten KI-Content. Wer täglich online unterwegs ist, weiß vermutlich warum 😅

Laut verschiedenen Prognosen könnten bis 2026 bis zu 90% des Web-Contents KI-generiert sein. Feeds, Blogs, Newsletter, Anzeigen: ein Großteil davon kommt aus denselben Tools (Claude, ChatGPT, Gemini), mit denselben Strukturen, denselben Phrasen.

Was leidet ist das Vertrauen.

Laut Capgemini ist das Vertrauen der Konsumenten in KI-generierten Content in nur zwei Jahren von 73% auf 55% gesunken. Und eine Raptive-Studie zeigt: Schon der Verdacht, dass Content KI-generiert ist, senkt das Kaufinteresse um 14% und die Bereitschaft, einen Premiumpreis zu zahlen ebenfalls.

🤖 Wenn alle dasselbe Tool haben

KI macht Content-Produktion günstiger, schneller, skalierbarer. Das ist ein echter Vorteil. Für alle. Leider ist das auch gleichzeitig ein Problem.

Was vor zwei Jahren noch Differenzierung war ("wir produzieren mehr Content als die Konkurrenz") ist heute Standard. Quantität explodiert momentan, auf Kosten der Qualität.

👉 Brands die auf Masse setzen, verschwinden im Grundrauschen.

Dazu kommt: Wer seine Marke in einem von AI Slop geprägten Umfeld platziert, zahlt den Preis mit. Anzeigen, die neben vermutetem KI-Content erscheinen, verlieren 17% an Premium-Wahrnehmung und 11% an Glaubwürdigkeit, unabhängig von der tatsächlichen Qualität der Werbung selbst.

Warum erzähle ich das alles? Weil wir heute darüber reden warum Budget wieder bei Kanälen landen die viele lange nicht mehr oder sogar noch nie angefasst haben. Schauen wir uns mal an, welche das sind.

📦 Channels, die nicht jeder befüllen kann

Einige Brands entdecken gerade Kanäle wieder, die seit Jahren als "old school" galten. Der Grund dahinter ist simpel: Offline-Kanäle haben Scarcity (Knappheit).

Nicht jede Brand kann morgen ein Event veranstalten. Nicht jeder Mitbewerber kann einfach einen 20-seitigen Katalog in sechs Städten rausschicken. OOH-Flächen, Direct Mail, Messeauftritte, Live-Erlebnisse: das lässt sich mit einem ChatGPT-Prompt schlicht nicht replizieren.

Forrester zeigt:

  • 52% der US-Konsumenten suchen aktiv nach physischen Erlebnissen.

  • 80% der Konsumenten sagen, In-Person-Events sind der vertrauenswürdigste Weg, neue Produkte und Services zu entdecken.

  • Und 80% der Teilnehmer vertrauen einer Brand mehr, nachdem sie persönlich mit ihr in Kontakt waren.

Und genau das macht diese “old school” Taktiken gerade so wertvoll. Wenn digitale Kanäle mit KI-Content geflutet werden und jeder dieselben Targeting-Tools, dieselben Ad-Formate und dieselben automatisierten Creatives einsetzt, dann ist der Kanal, für den man Aufwand, Budget und physische Präsenz braucht, automatisch der, auf dem man auffällt.

🤝 Menschen kaufen von Menschen

Über kein Thema haben wir hier im Newsletter mehr gesprochen.

Im B2C ist das Thema schon länger angekommen. Im B2B hinkt die Wahrnehmung oft hinterher, dabei ist gerade hier die Dynamik besonders klar.

B2B-Kaufentscheidungen sind langsam, komplex und oft teuer. Genau deshalb suchen Buyer nach Signalen, denen sie vertrauen können. Und Vertrauen entsteht nicht durch Impressions, sondern durch Wiederholung und Menschlichkeit.

Wer regelmäßig mit echter Meinung auftaucht, wer auf Konferenzen spricht oder wer einen Newsletter mit echter Handschrift schreibt (hi 👋 ), der baut sich Glaubwürdigkeit auf.

Deswegen predige ich oft, dass Creator und Indie-Newsletter aktuell so gut funktionieren. Bei denen steht eine Person dahinter, die ihren Ruf aufs Spiel setzt, wenn sie etwas empfiehlt. Ein B2B-Käufer folgt lieber jemandem mit 8.000 Abonnenten und echter Meinung als dem Corporate-Newsletter mit 80.000 Impressions und null Haltung.

Ich glaube, viele B2B-Brands unterschätzen noch, wie viel Vertrauenskapital in einzelnen Personen steckt. Ein gut vernetzter Branchenkenner, der euer Produkt ehrlich empfiehlt, schlägt jeden Bannerkauf.

Das war schon immer so, nur war es nie so sichtbar wie jetzt, wo das digitale Umfeld drum herum an Glaubwürdigkeit verliert.

🎯 Was ihr jetzt direkt ausprobieren könnt

  • Einen Offline-Touchpoint einbauen. Kein riesiges Event nötig. Ein kleines Kundenmeetup, ein Dinner, ein Branchenstammtisch mit 20 Personen. In-Person hat bei Trust einen messbaren Vorsprung gegenüber digitalem Kontakt.

  • Direct Mail testen. Gerade im B2B: Das physische Postfach ist so gut wie leer. Ein handgeschriebener Brief, ein gut gestaltetes Mailing, fällt auf, weil kaum jemand mehr dort spielt.

  • Community vor Reichweite. Eine Slack-Gruppe, ein geschlossener Discord, ein regelmäßiger Call mit eurem Netzwerk. Kleiner, aber dichter. Menschen, die sich kennen, kaufen voneinander.

    • 💡 Wer das gut macht, ist Bodo Radtke mit der Blue Room Community. Wer lust auf eine geschlossene und aktive WhatsApp Marketing-Community hat, sollte sich mal bei ihm auf LinkedIn melden. Zutritt nur für Marketing-Leadership-Rollen.

  • Die menschliche Stimme sichtbar machen. Kein anonymer "Team XY"-Post. Name dran, Gesicht dran, Meinung dran. Experten-Content schlägt Brand-Content, weil Leser wissen, dass da jemand persönlich haftet.

  • Creator und Indie-Newsletter als Kooperationskanal entdecken. Echte Partnerschaften eingehen statt nur Banner buchen. Eine ehrliche Erwähnung von jemandem mit echter Community ist mehr wert als tausend programmatische Impressions im AI-Slop-Umfeld.

👉 Falls ihr noch bisschen weiter lesen wollt, hat Digiday eine kleine Story mit guten Beispielen aus dem B2C-Bereich.

💡 KLEINE APP-EMPFEHLUNG

Beehiiv (mein Newsletter-Tool) hat mir diese Woche eine Ad Opportunity von Wispr Flow angespült. Eigentlich füge ich hier keine englischen Ads ein, aber an der Stelle muss ich das doch mal machen, weil ich das Tool selbst nutze und es richtig nice finde.

Ihr könnt damit in jeder Text-Box (Slack, Teams, LinkedIn, Docs, Notion…) auf eurem Computer sprechen statt schreiben. Die KI tippt automatisch für euch und entfernt Füllwörter in Echtzeit. Sehr nice! Probiert die 14 Tage Testversion mal aus über die folgenden Verlinkungen👇

Talk to your AI tools the way you'd talk to a colleague.

You don't send a colleague a three-word brief. You explain the context, the constraints, what you've already tried. But typing all that into ChatGPT takes forever — so you don't.

Wispr Flow lets you speak your prompts instead. Talk through your thinking naturally and get clean, paste-ready text. No filler words. No cleanup. Just detailed prompts that actually get you useful answers on the first try.

Millions of users worldwide. Works system-wide on Mac, Windows, and iPhone.

🍿 KI-Snacks

Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!

🤖 Claude Opus 4.8 ist da und Mythos wartet schon
Anthropic hat Claude Opus 4.8 mit verbesserter Zuverlässigkeit veröffentlicht und parallel Project Glasswing auf 150 neue Organisationen in 15 Ländern ausgeweitet. Die bekommen Zugang zu Claude Mythos Preview: dem Modell, das laut Berichten Cybersicherheitslücken autonom finden und ausnutzen kann. Mehr hier & hier.

🚀 Anthropic kurz vor IPO und fast 1 Billion Dollar wert
65 Milliarden Dollar neue Finanzierung, Bewertung bei 965 Milliarden Dollar und damit mehr wert als OpenAI. Amazon ist mit 25 Milliarden Dollar dabei, Anthropic hat im Gegenzug 100 Milliarden Dollar Cloud-Dienste über 10 Jahre zugesagt. Der Börsenprospekt liegt bereits bei der SEC, IPO-Termin: Herbst 2026. Mehr hier.

🇪🇺 Mistral gewinnt BMW und Airbus und macht Industrie-KI
Good News für Europa: Auf seiner ersten Developer Conference hat Mistral zwei Großverträge verkündet: BMW trainiert ein Custom-Modell für Crashsimulationen mit dem Ziel von 90 % Zeitersparnis. Airbus schließt einen Fünfjahresvertrag für konzernweiten Einsatz. Datensouveränität macht Mistral zur einzigen realistischen Option für Europas Industriekunden. Mehr hier.

🏢 Nvidia investiert 150 Mrd. Dollar in Taiwan – und zieht um
CEO Jensen Huang nennt Taiwan das „Epizentrum der KI-Revolution" und plant dort bis 2030 ein neues Hauptquartier mit 4.000 Stellen. Das Unternehmen rückt damit strategisch näher zu TSMC, dem wichtigsten Chip-Hersteller der Welt. Geopolitisch macht das eine chinesische Invasion der Insel teurer. Mehr hier.

📋 Studie: Kein KI-Modell erfüllt DSGVO und EU AI Act gleichzeitig
Das Unternehmen Aithos hat die großen KI-Modelle auf Compliance geprüft – keines erfüllt beide europäischen Regularien vollständig. Für Unternehmen im D-A-CH-Raum, die KI rechtskonform einsetzen wollen, gibt es damit keine einfache Lösung von der Stange. Mehr hier.

🎮 PewDiePie launcht Open-Source-KI-Workspace
Felix Kjellberg (PewDiePie aka der erfolgreichste ex-YouTuber ever) hat am 31. Mai Odysseus veröffentlicht: eine selbst gehostete KI-Plattform mit Chat, Agenten, Deep Research, E-Mail-Assistent und persistentem Memory – komplett lokal, kein Abo, keine Telemetrie. Zielgruppe: alle, die ungern Big Tech mit ihren Daten füttern. Sein Video dazu gibts hier. Mehr hier.

What Else

💰 Meta überholt Google als weltgrößter Werbevermarkter

Zum ersten Mal in der Geschichte der digitalen Werbung verliert Google den Spitzenplatz. Laut eMarketer wird Meta 2026 mit 243,5 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen an Google (239,5 Mrd.) vorbeiziehen, bei einem Wachstum von 24,1 zu 11,9 Prozent.

Den Unterschied macht Metas KI-Werbesystem Advantage+, das laut Plattformdaten rund 41 Prozent höheren Blended-ROAS als manuelle Kampagnen liefert. Reels, lange das Sorgenkind der Plattform, ist mittlerweile einer der Hauptwachstumstreiber.

Für Marketer heißt das: Wer noch nicht aktiv mit Advantage+ in Meta arbeitet, könnte Performance auf dem Tisch liegen lassen. Das Creative ist in Metas neuem Setup der stärkste Targeting-Hebel, nicht mehr die manuelle Zielgruppen-Auswahl. Allerdings gilt hier auf die Erfahrung von Paid-Experten zu hören und nicht Blind die KI-Vorschläge zu nutzen.

👉️ Mehr dazu bei eMarketer

📱 Meta startet Abo-Modell für Instagram, Facebook & WhatsApp + Reels Series

Wenn wir schon dabei sind, bleiben wir kurz bei Meta.

Am 27. Mai hat Meta bezahlte Plus-Abonnements für alle drei Kernplattformen gestartet: Instagram Plus und Facebook Plus kosten je 3,99 Dollar im Monat, WhatsApp Plus 2,99 Dollar. Dafür gibt es Profilanpassungen, Super Reactions und erweiterte Story-Insights. Parallel testet Meta kostenpflichtige Creator- und Business-Pläne sowie ein KI-Abo, gebündelt unter "Meta One".

Auch neu: Reels-Series, ein Feature das Creator-Videos zu episodischen Serien bündelt, damit Zuschauer Inhalte in Reihenfolge verfolgen können (endlich). Mehr dazu hier.

Quelle: TechCrunch // Eigene Darstellung

Für Marketer heißt das: Das Abo-Modell verändert mittelfristig die Plattformdynamik. Nutzer, die zahlen, erwarten mehr Kontrolle über ihren Feed und weniger Fremd-Werbung. Wie das in Reichweite und Targeting zurückwirkt, müssen wir erstmal beobachten.

👉️ Mehr dazu bei TechCrunch

🤖 KI-Agenten übernehmen das Media Buying

Meta, Google, TikTok und Amazon haben alle eigene MCP-Server für ihre Werbeplattformen gelauncht.

Das bedeutet: KI-Agenten können künftig auf die Werbeplattformen zugreifen und Kampagnen eigenständig planen, starten und optimieren, ohne dass ein Mensch das Dashboard anfasst.

MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, der KI-Agenten eine strukturierte Schnittstelle zu externen Systemen gibt und theoretisch die Steuerung aller großen Plattformen aus einem Interface heraus ermöglicht.

Für Marketer heißt das: Eigentlich sehr spannende Story zu der wir vll. auch mal eine Top-Story machen. Denn das verändert den Job des Media Buyers/Performance Marketers grundlegend. Weg von Dashboard-Bedienung hin zu Strategie, Qualitätskontrolle und Creative-Briefing. Wer die Arbeitsweise seiner Paid-Teams noch nicht angepasst hat, sollte das auf den Radar setzen.

👉️ Mehr dazu bei Digiday

Hier, wie erwähnt das neue Job-Board.

Lasst mich gerne wissen wie es euch gefällt oder falls etwas nicht funktioniert. Ihr könnt einfach auf diese Mail antworten 💌

Jobs der Woche [beta]
Channel Marketing Manager – DACH
Zoom · Remote / Karlsruhe · Vollzeit
Bewerben →
Team Lead, Global Integrated Campaigns
TeamViewer · Mehrere Standorte / Hybrid · Vollzeit
Bewerben →
Senior Marketing Manager Teamsport…
PUMA · Herzogenaurach · Vollzeit
Bewerben →
 
Events der Woche
17
JUN
CMCX 2026
17.–18. Juni · Köln
Tickets →
30
JUN
Business Creator Summit 2026
30. Juni · Berlin
Ich bin auch vor Ort & mit dabei in 2 Panels
Tickets →
 
Eigenen Job oder Event hier platzieren?Partner werden →

👋 That’s a wrap! 👋

So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!

Ich würde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafür auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.

Dir hat die Ausgabe gefallen?👇

Jede Woche investiere ich viele Stunden in Recherche, Analyse und Einordnung rund um Marketing, KI und Tech – komplett unabhängig und ohne Paywall.

Ihr würdet mich mega unterstützen, wenn ihr den Newsletter euren Kollegen direkt weiterleitet oder mich hier mit einem unterstützt. LIEBE geht raus!

Dein Weg zum Prototyp-Marketer

Du hast diesen Newsletter abonniert und somit beschlossen den Weg des Prototyp Marketers zu bestreiten. Fange an den Newsletter mit deinem persönlichen Link an Kollegen zu empfehlen und sammle Stück für Stück cmd+M Referral Rewards:

{{rp_personalized_text}}

Oder copy & paste diesen personalisierten Link: {{rp_refer_url}}

Noch nicht abonniert? 🙀👇

Was sagt dein Dopamin-Level nach dieser Ausgabe?

Lass mich wissen wie du die Ausgabe fandest.

Login or Subscribe to participate

Reply

Avatar

or to participate

Keep Reading