💡 Übrigens: Für das beste Lese-Erlebnis, empfehle ich euch immer oben rechts auf “read online” zu klicken oder auf “Inhalte direkt laden” (Nur im E-Mail Postfach).
Ihr Lieben, welcome back zur neuen Ausgabe des cmd+M Newsletters!
Ich hoffe die Sonne kommt bei euch auch langsam wieder zurück. Gleichzeitig hoffe ich, ihr wohnt nicht wie ich im Dachgeschoss eines Altbaus. Denn ich sage euch ehrlich.. gibt bessere Zeiten 🥵
Passend zum sonnigen Wetter gibts im Intro heute eine visuelle Darstellung zum Thema “Framing”, die ich bei Mirko Ehrmann auf LinkedIn gesehen habe.
Um was geht es?
1999 wollte Coca-Cola die Preise seiner Automaten bei Hitze automatisch erhöhen. Wirtschaftlich durchaus Sinnvoll – wer mehr Durst hat, ist bereit mehr zu zahlen.

Quelle: M. Ehrmann auf LinkedIn // Eigene Darstellung
Das Problem: Menschen empfinden einen Hitze-Aufschlag als unfair, während derselbe Preisunterschied als Rabatt an kühleren Tagen völlig akzeptiert wird. Das Visual zeigt perfekt, warum beim Pricing oft nicht der Preis entscheidet, sondern das Framing.
Okay genug geframed. Legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶
⏰ Die heutigen Themen:
(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)
Die heutige Ausgabe hat 2092 Wörter. Du brauchst ungefähr 10 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛
Top Story
🔍 93 % des DACH-Mittelstands ist unsichtbar in KI
Unsere Top-Story fängt mit nicht ganz so guten News für den DACH-Mittelstand an. Ich habe mir nämlich einmal die GEO-Studie DACH-Mittelstand 2026 angeschaut.
Achtung, ich verlasse mal für einen Augenblick meine B2B-Tech-Komfortzone:
➡ Die Schondelmaier GmbH liefert seit über 90 Jahren kaltumgeformte Präzisionsteile an große Autohersteller. IATF 16949-zertifiziert, A-Lieferant, sauberes Google-Ranking.
Trotzdem taucht die Firma bei Perplexity in keiner einzigen von zehn typischen Einkäufer-Anfragen auf. Und das ist leider kein Einzelfall. Die Studie hat 24 deutsche B2B-Unternehmen mit insgesamt 960 Einkäufer-Anfragen über vier KI-Systeme getestet.
Ergebnis: 93 % der Anfragen blieben ohne Nennung. Der durchschnittliche GEO-Score liegt bei 7 %. Zehn der 24 Firmen waren in ChatGPT, Gemini, Perplexity und Copilot komplett unsichtbar.
Das Fiese daran: Du merkst es nicht mal. Es gibt kein Analytics-Tool für eine Anfrage, die nie bei dir gelandet ist. Der potentielle Kunde bekommt drei Empfehlungen, kontaktiert sie und du erfährst nie, dass du nie im Rennen warst.
Die Shortlist steht, bevor du’s mitbekommst
Laut Forrester nutzen inzwischen 94 % der B2B-Käufer:innen KI im Kaufprozess. Generative KI und Conversational Search sind mittlerweile die meistgenannte Recherchequelle.
Heißt im Klartext: Die Shortlist deiner potentiellen Kunden steht oft schon, bevor jemand deine Website öffnet.
Warum ist das so?
1️⃣ AI Search verändert die Discovery-Phase
Potentielle Kund:innen googeln nicht nach deinem Produktnamen. Sie beschreiben ihr Problem.
Genau das zeigt auch die Studie: Unternehmen, deren Content sich um selbst erfundene Verfahrensnamen dreht, werden von keinem KI-System gefunden. Niemand fragt eine KI nach einem internen Fachbegriff, den nur das Unternehmen selbst kennt.
👉 Für dich heißt das: Content nicht nur für Leute schreiben, die deine Marke schon kennen. Sondern für die Fragen, die jemand stellt, der dich noch nicht kennt.
2️⃣ GEO wird zur Erweiterung von SEO
Ahrefs hat 75.000 Marken analysiert. Markenerwähnungen im Web korrelieren 3x stärker mit KI-Sichtbarkeit als Backlinks (0,664 vs. 0,218).
Das deckt sich auch mit einem Befund aus der GEO-Studie: Mehrere der unsichtbaren Unternehmen hatten technisch top aufgesetzte Websites.
Trotzdem 0 % Sichtbarkeit.
Der Grund: Hauptkategorien ohne eigene, crawlbare URL. Der ganze Inhalt stand nur als Text auf der Startseite. Eine KI kann aber nur zitieren, was sie auch als eigene, funktionierende Seite findet. Egal wie gut der Code im Hintergrund aussieht. Ohne stabile URL geht nichts.
👉 Für dich heißt das: Technisches SEO ist die Eintrittskarte, nicht die Lösung. Wichtig ist, ob deine Inhalte überhaupt zitierbar strukturiert sind.
3️⃣ AI Visibility braucht Trust-Signale
Was die wenigen sichtbaren Unternehmen in der Studie gemeinsam haben: Sie tauchen extern auf. In Fachartikeln, Foren, Verzeichnissen oder Vergleichsplattformen.
KI-Systeme trainieren nicht nur auf deiner Website, sondern auf allem, was sonst noch über dich im Netz steht.
👉 Für dich heißt das: Hier kommen Plattformen wie OMR Reviews oder Reddit ins Spiel. Bewertungen, Vergleichsdaten und Case Studies sind exakt die Art von Drittquelle, auf die sich KI-Systeme stützen, wenn sie eine Empfehlung aussprechen.
Was du als Marketer jetzt tun kannst
🔄 Mehrfach testen, nicht einmal. In der Studie schwankte ein und dasselbe Unternehmen um bis zu 80 Prozentpunkte zwischen zwei KI-Systemen. Teste also in ChatGPT, Gemini, Perplexity und Copilot, nicht nur in einem davon.
🗣️ In der Sprache deiner Käufer:innen schreiben, nicht in deiner eigenen.
🔗 URL-Struktur checken. Jede Kernleistung braucht eine eigene, erreichbare Unterseite.
📣 Externe Präsenz aufbauen, statt nur auf die eigene Website zu setzen.
🎓 Weiterbilden mit dem OMR Reviews AI Summer
Vom 9. Juni bis 31. Juli zeigt unser Partner OMR Reviews im AI Summer 2026, was AI Visibility, GEO und Trust-Signale für B2B konkret bedeuten. Fünf Sessions, in 7 Wochen, die direkt an die Punkte oben anschließen:
📅 1. Juli – Vom SEO- zum AI-Search-Tracking. Eine 7-Step-Anleitung, wie du AI-Sichtbarkeit messbar machst, inklusive Dashboard-Beispielen.
📅 9. Juli – The ROI of AI Search. Wie KI-Systeme Anbieter auswählen und zitieren, plus konkrete KPIs und Attribution-Ansätze.
📅 15. Juli – Prompt-Mapping für B2B-Marketer. Wie du deine eigenen Prompt-Cluster baust, um zu verstehen, wonach deine Käufer:innen wirklich fragen.
📅 23. Juli – Brand & AI. Warum Marke im KI-Zeitalter zum Wachstumstreiber wird.
Die erste Session am 16. Juni mit Jens Polomski ist leider schon durch aber es wird alle Webinare als Aufzeichnung geben. Heißt selbst wenn ihr nicht könnt, lohnt sich die Anmeldung!
Klare Empfehlung an der Stelle. Habe mich auch schon angemeldet und bin super gespannt auf die ganzen Speaker. Wir sehen uns im Chat! 🫡

Quelle: Screenshot OMR Reviews AI Summer
🍿 KI-Snacks
Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!
🔒 Anthropic muss Fable und Mythos abschalten
Die US-Regierung hat Anthropic per Exportdirektive gezwungen, Fable 5 und Mythos 5 weltweit zu sperren. Ausgelöst hat das ein Jailbreak, den ausgerechnet Investor Amazon den Behörden gemeldet haben soll. Mehr als 100 Sicherheitsexpert:innen von Adobe, Nvidia und Stanford HAI fordern die Rücknahme. Sie verweisen darauf, dass dieselbe Lücke auch in GPT-5.5 und Kimi 2.7 steckt. Großbritannien wollte für G7-Staaten eine Ausnahme, die US-Regierung lehnte ab. Mehr hier.
🇪🇺 KI-Bundesverband fordert Antwort auf Anthropic-Sperre
Der deutsche KI-Bundesverband nutzt das Anthropic-Exportverbot, um konkrete Forderungen an Berlin und Brüssel zu stellen. Im t3n-Interview sagt der Verband, das Verbot sei absehbar gewesen. Sein Punkt: Über KI-Souveränität wird in Deutschland weniger diskutiert als über die Erbschaftssteuer. Mehr hier.
🧑💻 Copilot Cowork ist jetzt für alle da
Microsoft hat seinen Task-Agenten Copilot Cowork weltweit für alle Microsoft-365-Copilot-Kunden freigeschaltet. Das Tool läuft auf Anthropics Opus 4.8 und Sonnet 4.6. Abgerechnet wird in Copilot Credits zu je 1 Cent, je nach Modell, Tools und Laufzeit. Damit zieht Microsoft im Wettlauf um Agenten-Software nach, gegen ChatGPT Codex und Claude Cowork. Mehr hier.
🚀 SpaceX schluckt Cursor für 60 Milliarden Dollar
SpaceX hat seine Kaufoption auf das KI-Coding-Startup Cursor gezogen, komplett in Aktien bezahlt. Wenige Tage zuvor ging SpaceX an die Börse, mit einer Bewertung von fast 2 Billionen Dollar. Mehr hier.
🇨🇳 China plant 295-Milliarden-Dollar-KI-Netz
China will in fünf Jahren rund 295 Milliarden Dollar in ein landesweites Netz aus KI-Rechenzentren stecken. Bis 2028 soll daraus ein „National Computing Network" entstehen, finanziert über Staatsanleihen und Bankkredite. Mindestens 80 Prozent der eingesetzten Chips und Netzwerktechnik müssen von heimischen Anbietern wie Huawei kommen. Mehr hier.
🧊 KI-Studie: Größtes Risiko für Finanz- & Verwaltungsjobs
Ein MIT-Team hat mit dem „Iceberg Index" 151 Millionen US-Jobs simuliert. Ziel: zu sehen, wo KI schon heute Gehälter ersetzen könnte. Schon sichtbar betroffen sind Tech-Jobs im Gehaltswert von 211 Milliarden Dollar. Fünfmal mehr Gehalt steht aber in Finanz-, Versicherungs- und Verwaltungsjobs außerhalb der Techbranche auf dem Spiel, zusammen 1,2 Billionen Dollar. Mehr hier.
🤖 13 Wörter reichen, um KI-Bots zu kapern
Forscher der Cornell University zeigen, wie leicht sich ChatGPT & Co. über Reddit manipulieren lassen. Schon 13 Wörter in einem Kommentar reichen, damit die KI Werbung oder Scam-Tipps als Empfehlung ausgibt. Die KI unterscheidet nicht zwischen einem zufälligen Forenpost und einer echten Quelle. Mehr hier.
What Else
🔒 Großbritannien verbannt Unter-16-Jährige von Social Media
Ab Frühjahr 2027 dürfen Kinder unter 16 in Großbritannien keine Konten mehr auf TikTok, Snapchat, YouTube und anderen großen Plattformen führen.
Durchgesetzt wird das über eine verpflichtende Altersverifikation. Auch KI-„Romance-Companion"-Chatbots müssen künftig ein Mindestalter von 18 Jahren durchsetzen. Deutschland und Spanien diskutieren ähnliche Vorhaben, das Thema dürfte in der DACH-Region also bald ebenfalls Fahrt aufnehmen.
Für Marketer heißt das: Wer Kampagnen für Marken mit relevanter Jugendzielgruppe plant, sollte Reichweiten- und Targeting-Strategien schon jetzt neu ausrichten und an die Vorhaben anpassen. Denn ich bin mir recht sicher, dass diese Änderung nicht mehr all zu weit entfernt ist für die DACH-Region.
👉️ Mehr dazu bei TIME
🎓 LinkedIn und Adobe launchen kostenlose KI-Kurse für Marketer
Mit „AI Essentials for Marketers" haben Adobe und LinkedIn eine kostenlose, weltweite Lerninitiative gestartet.
Das Programm bietet fünf rollenbasierte Lernpfade für:
Content & Creative Marketers
Digital Marketers
Data & Analytics Marketers
Communications & Social Marketers
Event & Field Marketers (kommt bald)
Die Lernpfade sind in jeweils 47 Sprachen und in zwei bis drei Stunden absolvierbar.
Warum gerade jetzt? Stellenanzeigen im Marketing, die KI-Kenntnisse voraussetzen, sind im Jahresvergleich um 113 Prozent gestiegen. Aber nur 4 Prozent der Marketer haben entsprechende Skills bislang überhaupt in ihrem Profil hinterlegt.
🔗 Die Kurse findet ihr hier: AI Essentials for Marketers
Für Marketer heißt das: Die Kurse sind kostenlos, niedrigschwellig und lassen sich neben dem Job absolvieren. Ein guter Anlass, das eigene Team zeitnah aufzuschlauen. Wer ein Zertifikat sammelt, kann es direkt aufs LinkedIn-Profil packen, was sich bei der aktuellen Nachfrage nach KI-Skills im Bewerbungsprozess durchaus auszahlen kann. Für den LinkedIn Algo sollte es auch ein gutes Zeichen sein und euch besser auffindbar machen.
👉️ Mehr dazu bei Adobe
🔍 Facebook bekommt kompletten KI-Such-Umbau
Meta rollt mit „AI Mode" eine neue Suchfunktion für Facebook aus, die seit dem 15. Juni global ausgespielt wird.
Eine Suche liefert künftig direkt eine von Meta AI zusammengestellte Antwort, basierend auf öffentlichen Beiträgen, Gruppen-Diskussionen und Reels aus dem gesamten Meta-Kosmos.
Sucht man nach Restaurant-Empfehlungen im eigenen Viertel, liefert der AI-Mode beispielsweise eine generierte Zusammenfassung aus echten Nutzer-Posts und -Kommentaren.
Für Marketer heißt das: Inhalte in Facebook-Gruppen und Kommentare werden jetzt direkt zur Antwortquelle für Nutzeranfragen, organische Präsenz in relevanten Communities und positive Erwähnungen gewinnen dadurch nochmal mehr Gewicht für die Sichtbarkeit von Marken.
👉️ Mehr dazu bei TechCrunch
🏷️ KI-Kennzeichnung in Ads schadet der Performance nicht
Eine Studie von MediaScience und der Adelaide University hat im Test mit 900 Probanden vier KI-Kennzeichnungs-Varianten gegen eine ungekennzeichnete Kontrollgruppe getestet, von einem frühen Text-Hinweis bis zum durchgehenden Icon.
Bei allen vier Varianten blieben Markenerinnerung und Ad-Sentiment stabil, gleichzeitig stieg das Bewusstsein für den KI-Einsatz deutlich an, am stärksten beim durchgehenden Text-Hinweis mit 49 Prozent Erkennungsrate.
Die Studie kommt zur richtigen Zeit: Denn der EU AI Act bringt im August verbindliche Kennzeichnungspflichten.
Für Marketer heißt das: Die Angst vor dem KI-Label als Performance-Bremse ist mit dieser Studie erstmal entkräftet. Wer aktuell zögert, weil eine Kennzeichnungspflicht droht, kann das Risiko realistischer einordnen, denn die Daten bestätigen, dass gutes Creative auch mit Label funktioniert. Für die konkrete Umsetzung lohnt sich der durchgehende Text-Hinweis am meisten, weil er die Transparenz am verlässlichsten transportiert und gleichzeitig keine Performance-Einbußen verursacht.
👉️ Mehr dazu bei Marketing Dive
📌 Job- & Event-Board
|
👋 That’s a wrap! 👋
So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!
Ich würde mich mega freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback zukommen lasst. Schreibt mir dafür auf LinkedIn oder antwortet einfach direkt auf diese E-Mail.
Dir hat die Ausgabe gefallen?👇
Jede Woche investiere ich viele Stunden in Recherche, Analyse und Einordnung rund um Marketing, KI und Tech – komplett unabhängig und ohne Paywall.
Ihr würdet mich mega unterstützen, wenn ihr den Newsletter unten über den Button teilt, euren Kollegen direkt weiterleitet oder mich hier mit einem ☕ unterstützt. LIEBE geht raus!
Dein Weg zum Prototyp-Marketer
Du hast diesen Newsletter abonniert und somit beschlossen den Weg des Prototyp Marketers zu bestreiten.
Fange an den Newsletter mit deinem persönlichen Link an Kollegen zu empfehlen und sammle Stück für Stück cmd+M Referral Rewards:

{{rp_personalized_text}}
Oder copy & paste diesen personalisierten Link: {{rp_refer_url}}



