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Ey, habt ihr davon gehört das Gen Z angeblich Produktivität mehr faked als jede andere Generation? Laut Studie geben 80 % der Gen Z Mitarbeitenden zu, ihre Produktivität zu faken, nachdem sie ihre richtige Arbeit erledigt haben.

Bei Millennials sind es 68 % und bei Gen X 58 %.

Die meistgenutzten Fake-Taktiken sind, regelmäßig die Maus zu bewegen, ein Alibi-Dokument oder einen Tab offen zu lassen oder mit Verzögerung auf nicht dringende Nachrichten zu reagieren, um Aktivität zu simulieren.

Meine two cents dazu: Solange Führungskräfte „Looking Busy“ oder reine „Visibility“ mehr belohnen als echten Outcome, wird sich daran auch nicht viel ändern. Gen Z hat anscheinend einfach aus den Fehlern der anderen Generationen gelernt und lässt sich für Arbeitgeber, die die falschen Anreize belohnen, nicht in den Burnout treiben.

Belohnt Outcome vor Visibility und ich bin mir sicher, es wird deutlich weniger „Fake-Produktivität“ geben.

Okay und nun legen wir los mit den neusten News aus Marketing, Tech, KI und dem Internet. Viel Spaß bei der Ausgabe 🫶

Die heutigen Themen:

(In Gmail funktionieren die Anchor-Links leider nicht, sooorry)

Die heutige Ausgabe hat 2077 Wörter. Du brauchst ungefähr 11 Minuten, um alles zu lesen. Und wenn du länger brauchst, lies schneller. LG 😛

Top Story

🔍 LinkedIn erklärt dir, wie du von KI zitiert wirst

Kleiner Disclaimer vorweg: Der Guide, um den es heute geht, kommt direkt von LinkedIn. Das Unternehmen erklärt euch also, warum ihr mehr LinkedIn machen solltet. Das darf man ruhig im Hinterkopf behalten. Ein paar Zahlen und Learnings darin halte ich trotzdem für sehr relevant. Deshalb heute mein Deep Dive dazu.

Warum das Thema gerade brennt 🚒

LinkedIns eigene Marketing-Seiten haben nach LinkedIns eigenen Zahlen bis zu 60 % ihres Non-Branded-Suchtraffics verloren.

Der Grund: Immer mehr B2B-Buyer fragen zuerst ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Erst danach besuchen sie überhaupt eine Website. 94 % der B2B-Buyer nutzen mittlerweile Generative AI für ihre Recherche (6sense, 2025). Der durchschnittliche B2B-Buying-Cycle ist von 11,3 auf 10,1 Monate geschrumpft. Die Recherche geht mittlerweile einfach schneller als noch vor paar Jahren.

Als Reaktion hat LinkedIn jetzt einen kompletten Guide veröffentlicht: "Unlocking AI Search Visibility: The B2B Marketer's Guide to LinkedIn" Verantwortet hat ihn Davang Shah, VP of Marketing bei LinkedIn.

Warum LinkedIn (laut den Daten) der place to be ist 🏆

Der Kern des Guides: LinkedIn ist die #1 meistzitierte Domain für professionelle Anfragen in AI Search. Darüber haben wir hier in der Vergangenheit schon gesprochen und das zeigt auch eine aktuelle Analyse von Profound (2026).

Und die Zitationen verteilen sich überraschend demokratisch:

  • 75 % der LinkedIn-Zitate kommen von einzelnen Mitgliederprofilen, nur 25 % von Company Pages

  • Follower-Zahl spielt eine kleinere Rolle als gedacht. Auch Accounts mit unter 10.000 Followern machen 35 % aller Zitate aus

  • Entscheidend ist laut Meltwater eher konsistentes Posting innerhalb einer Nische

Quelle: LinkedIn, Unlocking AI Search Visibility

Was das konkret für euren Content bedeutet ✍️

Der praktischste Teil des Guides dreht sich um das Zusammenspiel von Artikeln und Posts. Beide Formate haben unterschiedliche Jobs:

  • Artikel generieren 60 % aller LinkedIn-Content-Zitationen. Empfohlene Länge: 800 bis 1.200 Wörter.

  • Posts machen die restlichen 40 % aus. Hier gilt: 200 bis 300 Wörter, mehr nicht. An der Stelle will ich aber nochmal ermutigen auch längere Posts, mit mehr Tiefe zu machen. Ein guter Experten-Post mit Tiefe, schlägt jeden 200-300 Wörter KI optimierten Post.

Quelle: LinkedIn, Unlocking AI Search Visibility

Ein spannendes Detail: 100 % der 24 meistzitierten LinkedIn-Artikel nutzen Bullet Points oder nummerierte Listen. Ausnahmslos alle. Aber gut… wer nutzt keine Bullet Points mehr in seinen Posts 😄.

Dazu kommt noch das sogenannte Answer-Block-Prinzip. Jeder Abschnitt startet mit einer kurzen, direkten Antwort von 30 bis 80 Wörtern. Erst danach folgt der Kontext. Genau so, wie ihr eine Frage in ChatGPT stellen und direkt eine Antwort bekommen würdet.

LinkedIn hat hier übrigens ein super Beispiel gebaut, wie so ein optimaler Artikel auf LinkedIn aussehen kann:

Quelle: LinkedIn, Unlocking AI Search Visibility

Zum Mitschreiben und direkt anwenden:

1️⃣ Formuliert eure nächste Artikel-Überschrift als Frage

  • Der Titel wird bei LinkedIn automatisch zur URL

  • Eine Frage wie “Wie strukturiert man..." trifft eher das, was Menschen in AI-Tools eingeben. Ein generischer Titel tut das nicht

2️⃣ Baut einen Quick-Answer-Absatz direkt unter die Überschrift

  • 30 bis 80 Wörter, die die Kernfrage sofort beantworten

  • Eine Art Summary des Artikels funktioniert auch gut

  • Danach erst Kontext, Beispiele, Details

3️⃣ Ein Artikel, mehrere Posts

  • Schreibt einen starken Artikel zu einem Thema (800–1.200 Wörter)

  • Brecht ihn in 3 bis 5 Posts auf, jeweils eine Idee pro Post

  • Postet 2 bis 3 Mal pro Woche, dann bleibt der Kanal für AI-Modelle "frisch"

👉 Die ganze Studie findet ihr hier bei LinkedIn Business

🍿 KI-Snacks

Die KI-News-Welle ist mal wieder am Rollen. Hier die KI-News der Woche. Wie immer kurz & knapp für dich zusammengefasst. Let’s go!

🚨 OpenAI pausiert Training wegen Astra-Risiko
OpenAI hat das Training seines nächsten Modells zwei Wochen pausiert, nachdem interne Tests bei Astra "kritische" Cyber-Fähigkeiten nicht ausschließen konnten. Das Modell könnte demnach selbstständig bislang unbekannte Sicherheitslücken finden und ausnutzen, sogar in Systemen, die eigentlich besonders gut abgesichert sind. Mehr hier.

Drei KI-Labore droppen an einem Tag
Google, OpenAI und DeepSeek veröffentlichten binnen 24 Stunden neue Modelle: Gemini 3.7 Flash zum halben Preis des Vorgängers, GPT-5.6 Sol im neuen Ultrafast-Modus mit bis zu 750 Tokens pro Sekunde, DeepSeek V4-Pro mit einstellbarer Reasoning-Tiefe und extrem günstig.

💸 KI-Preise stürzen wegen China-Konkurrenz
OpenAI hat GPT-5.6 Luna um 80 Prozent verbilligt, Anthropic bringt Opus 5 zum halben Preis von Fable 5. Grund: Enterprise-Kunden wechseln zu chinesischen Modellen wie DeepSeek und Moonshot, die 60 bis 90 Prozent günstiger sind. Bei den absoluten Top-Modellen bleiben die Preise stabil oder steigen sogar. Mehr hier.

Google macht Wasserzeichen abschaltbar
Gemini und Flow bekommen einen neuen Schalter: "Media Watermark" lässt sich für Bilder, Videos und Musik jetzt komplett deaktivieren. Das unsichtbare SynthID-Signal und C2PA-Metadaten bleiben trotzdem in jeder Datei erhalten und lassen sich weiterhin verifizieren. In Ländern mit gesetzlicher Kennzeichnungspflicht bleibt der Schalter gesperrt. Mehr hier.

🎒 ChatGPT bekommt eigenen Teenie-Modus
OpenAI startet "ChatGPT for Teens": Wer sich als 13 bis 17 Jahre alt angibt oder vom Alterserkennungssystem als minderjährig eingestuft wird, landet automatisch im restriktiveren Modus. Study Mode, Hausaufgaben-Erinnerungen und "Quiet Hours" sollen das Lernen fördern, romantische Sprache und emotionale Abhängigkeit sind komplett verboten. Eltern können Konten verknüpfen und Zeitfenster setzen, den Chatverlauf selbst sehen sie nicht. Mehr hier.

📊 Stanford dämpft die KI-Jobangst
Anthropic-Chef Dario Amodei hatte vor bis zu 20 Prozent Arbeitslosigkeit durch KI gewarnt. Eine neue Stanford-Analyse zeigt deutlich kleinere Effekte: Die Arbeitslosenquote bei stark KI-exponierten Jobs stieg seit 2022 nur um 0,77 Prozentpunkte, bei weniger exponierten Jobs waren es sogar 0,85 Punkte. Am stärksten betroffen sind junge Berufseinsteiger zwischen 22 und 25, deren Beschäftigung 19 Prozent unter dem Normaltrend liegt. Mehr hier.

💾 Speicherchip-Mangel entfacht Lobbyschlacht in Washington
DRAM-Preise haben sich binnen eines Jahres vervierfacht, weil KI-Rechenzentren den Markt leerkaufen. Apple, Autobauer und Medizintechnik-Firmen fordern jetzt staatliche Eingriffe, teils über den Defense Production Act aus der Korea-Kriegs-Ära. Mehr hier.

What Else

🤖 ChatGPT zeigt ab Montag Werbung in Deutschland

Leute, es ist so weit… winter is coming. Ab dem 24. August schaltet OpenAI Werbung in ChatGPT für 31 europäische Märkte frei, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Betroffen sind nur der kostenlose Tarif und der Go-Plan. Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben werbefrei. Zum Start läuft das Targeting rein kontextbasiert über Gesprächsthema, grobe Location und Gerät, eine Personalisierung folgt erst später und nur nach aktivem Opt-in.

Quelle: OpenAI // Eigene Darstellung

Wir Werbetreibende sehen anfangs nur aggregierte Zahlen wie Views und Klicks und buchen über OpenAIs Ads-Team oder Agenturpartner. Ein Self-Service-Zugang kommt erst im späteren Sommer.

Grund für die Verzögerung gegenüber dem US-Start im Februar ist die DSGVO, die für personalisierte Werbung eine ausdrückliche Einwilligung verlangt.

Für Marketer heißt das: Wer früh dabei sein will, kann sich schon jetzt über OpenAIs Ads-Team oder einen Agenturpartner in die Warteliste setzen lassen, sollte die kontextbasierte Ausrichtung aber realistisch einschätzen und nicht mit der Feinsteuerung von Meta oder Google Ads vergleichen.

👉️ Mehr dazu bei Manager Magazin, OnlineMarketing und Digiday

📺 YouTube zählt Views ab sofort komplett anders

Falls du YouTube betreibst oder Anzeigen bei YouTube Creatorn schaltest, dürfte das relevant für dich sein:

Ab dem 24. August registriert YouTube einen View schon ab dem allerersten Frame, plattformweit und für Langformate, Livestreams und Shorts gleichermaßen.

Bisher brauchte es bei Videos und Livestreams mindestens 30 Sekunden Watchtime, nur Shorts zählten schon beim Antippen, jetzt gilt für alle Formate derselbe Maßstab wie bei TikTok und Instagram Reels.

Der alte Wert verschwindet nicht, sondern läuft unter dem neuen Namen "Engaged Views" und bleibt die Grundlage für Werbeeinnahmen und die Aufnahme ins Partner-Programm.

Nebenbei zieht YouTube zum 1. Februar 2027 auch die Einstiegshürde für die Monetarisierung an: Neue Creator brauchen dann 8.000 statt bisher 4.000 Watch Hours oder 20 statt 10 Millionen Shorts-Views in 90 Tagen, um ins Partner-Programm aufgenommen zu werden. Bestehende Partner sind davon nicht betroffen.

Für Marketer heißt das: Öffentlich sichtbare View-Zahlen dürften dadurch über Nacht stark steigen, ohne dass sich an der tatsächlichen Reichweite etwas ändert. Bei Influencer-Deals und Reportings würde ich ab sofort auf "Engaged Views" statt auf die öffentliche View-Zahl bestehen, sonst lässt sich Erfolg vor und nach dem 24. August nicht mehr fair vergleichen.

👉️ Mehr dazu bei TechCrunch

🔍 Google senkt die Hürde für Search Profiles drastisch

Google hat die Follower-Schwelle für sein Search-Profile-Feature kräftig gesenkt: Statt bisher 100.000 Followern auf YouTube, Instagram oder X reichen jetzt 35.000. Bei TikTok bleibt es bei 100.000.

Das Feature bündelt Social-Profile, Videos und Links auf einer eigenen Seite, die direkt in der Google-Suche auftaucht, und war seit dem Launch im Juni wegen der hohen Einstiegshürde nur wenigen großen Accounts vorbehalten.

Für Marketer heißt das: Zunächst einmal wächst die Konkurrenz, da nun mehr Content von kleineren Social-Profilen in der Google-Suche erscheinen wird. Wer als Marke oder Creator die 35.000er-Marke auf einer Plattform knackt, sollte das eigene Search Profile jetzt einrichten, denn Sichtbarkeit in der Google-Suche wird für kleinere Accounts damit deutlich realistischer.

👉️ Mehr dazu bei Search Engine Roundtable und SocialMediaToday

📌 Job- & Event-Board

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👋 That’s a wrap! 👋

So schnell gehts! Aber nicht traurig sein. Wir sehen uns nächsten Donnerstag schon wieder. Versprochen!

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